Raving Iran: Ein filmischer Kampf um Freiheit und Techno

Der Dokumentarfilm „Raving Iran“ (2016) der Schweizer Regisseurin Susanne Regina Meures ist ein eindrückliches Zeugnis über die iranische Underground-Technoszene. Der Film beleuchtet den täglichen Überlebenskampf und die Sehnsucht nach individueller Freiheit der beiden DJs Anoosh und Arash, bekannt als das Duo „Blade & Beard“.

Inhalt und Handlung

Der Film gibt mittels versteckter Kameras einen ungeschönten Einblick in die Realität junger Menschen im Iran. Da westliche Musik, Soloauftritte von Frauen und große öffentliche Veranstaltungen unter dem iranischen Regime streng verboten sind, agieren die Protagonisten in einem gefährlichen Untergrund. Um ihre Leidenschaft auszuleben, organisieren sie sogar illegale Raves in der Wüste. Nach wiederholten Repressionen durch die Sittenpolizei und der Verhaftung eines der Protagonisten schwindet die Hoffnung auf eine Zukunft im eigenen Land.

Der Bezug zur Schweiz

Die Schweiz spielt eine zentrale Rolle in der Geschichte der Musiker:

  • Sprungbrett Zürich: Die Einladung zur Street Parade nach Zürich im Sommer 2016 dient als Wendepunkt im Film. Diese Reise ermöglicht den beiden DJs erstmals eine Perspektive außerhalb der staatlichen Unterdrückung.
  • Produktion und Anerkennung: Der Film wurde als Diplomfilm an der ZHdK (Zürcher Hochschule der Künste) unter der Christian Frei Filmproduktion GmbH realisiert und feierte unter anderem Erfolge am Filmfestival Visions du Réel in Nyon, wo er mit dem Preis der Jury für den innovativsten Schweizer Film ausgezeichnet wurde.
  • Nachwirkung: Nach ihrem Auftritt in Zürich erlangten Anoosh und Arash große Bekanntheit und entschieden sich, den Iran zu verlassen, um in Europa, insbesondere in Technometropolen wie Berlin, ihre Karriere fortzusetzen.

Kernaspekte des Films

  • Regie: Susanne Regina Meures
  • Genre: Dokumentarfilm
  • Dauer: 84 Minuten
  • Thematik: Unterdrückung, künstlerische Freiheit, Flucht und die verbindende Kraft elektronischer Musik.

  1. Raving Iran - Zeitnah.ch: Ausführlicher Hintergrundbericht über die Musikszene und den Fluchtgedanken der Protagonisten.
  2. Raving Iran - Filmstudieren.ch: Detaillierte Produktionsinformationen zum Diplomfilm der ZHdK.
  3. Raving Iran - Kino Rosental Heiden: Informationen zum Filmkontext und zur filmischen Umsetzung mit versteckten Kameras.

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Raving Iran
Raving Iran
Switzerland, April 2016
Arash und Anoosh arbeiten als DJs in Teherans Underground-Technoszene. Ohne Zukunftsaussichten und dem ewigen Versteckspiel müde, planen sie unter gefährlichen Umständen einen letzten manischen Rave in der Wüste. Zurück in Teheran, versuchen sie ihr illegales Musikalbum ohne Bewilligung unter die Leute zu bringen. Als Anoosh an einer Party verhaftet wird, erlischt auch der letzte Funke Hoffnung. Doch dann erreicht sie ein Anruf aus Zürich von der grössten Techno Party der Welt. Die Euphorie in der Schweiz verflüchtigt sich jedoch schnell, als ihnen der Ernst der Lage bewusst wird.
von Susanne Regina Meures
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Quelle: swissfilms.ch