Rebhuhn Vogel

Das Rebhuhn (Perdix perdix) – Vogel des Jahres 2026

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Perdix perdix
  • Grösse: ca. 30–35 cm
  • Gewicht: 350–500 g
  • Aussehen: Rundlicher, graubrauner Feldvogel mit auffälligem rostroten Kopf und schokoladenbraunen Flankenbinden. Im Flug sind die orangeroten Schwanzfedern deutlich sichtbar.
  • Ruf: Charakteristisches, schnarrendes „kirr-ik“ oder „rep-rep-rep“ (daher auch „Repphuhn“ genannt).

Lebensraum und Verbreitung

Das Rebhuhn ist ein typischer Bewohner offener Agrarlandschaften, extensiver Wiesen, Brachen und Getreidefelder. Es benötigt strukturreiche Feldfluren mit Deckung und ausreichend Insektennahrung für die Küken.

In der Schweiz ist das Rebhuhn stark gefährdet. Die Schweizer Population ist in den letzten Jahrzehnten dramatisch zurückgegangen. Laut BirdLife Schweiz und den kantonalen Vogelwarten gibt es nur noch wenige stabile Vorkommen, vor allem im Mittelland, im Seeland und in Teilen des Juras. Die Art steht auf der Roten Liste der Brutvögel der Schweiz als stark gefährdet (Endangered).

Warum ist das Rebhuhn Vogel des Jahres 2026?

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der LBV haben das Rebhuhn im Oktober 2025 mit 81'855 Stimmen (44,5 %) zum Vogel des Jahres 2026 gewählt. Es setzte sich gegen Amsel, Waldohreule, Schleiereule und Zwergtaucher durch.

Der NABU will mit dieser Wahl nicht nur auf das Schicksal des Rebhuhns, sondern auf die gesamte krisengeschüttelte Agrarlandschaft aufmerksam machen. Intensive Landwirtschaft, Monokulturen, Pestizideinsatz und das Fehlen von Brachen und Blühstreifen haben dem Rebhuhn fast den Lebensraum entzogen.

Bestand und Bedrohung

  • Weltweit rückläufig
  • In Deutschland und der Schweiz stark gefährdet
  • Hauptursachen: Verlust von Strukturvielfalt in der Agrarlandschaft, Nahrungsmangel für Küken (Insektenrückgang), Prädation durch Füchse und Greifvögel

Schutz und Massnahmen

Schutzmassnahmen für das Rebhuhn kommen vielen anderen Arten der offenen Kulturlandschaft zugute (Feldlerche, Grauammer, Schmetterlinge, Feldhasen). Wichtige Massnahmen sind:

  • Anlage von Blühstreifen und Brachflächen
  • Extensivierte Bewirtschaftung von Wiesen und Ackerrändern
  • Reduktion von Pestiziden
  • Schaffung von Winterdeckung (Hecken, Feldgehölze)

In der Schweiz engagieren sich BirdLife Schweiz, die kantonalen Naturschutzverbände und einzelne Landwirtschaftsbetriebe für den Erhalt des Rebhuhns.

  1. Vogel des Jahres 2026: Das Rebhuhn gewinnt die NABU-Wahl – Umfassende Hintergründe zur Wahl und zum Lebensraum
  2. Starkes Signal für mehr Artenvielfalt: Rebhuhn ist Vogel des Jahres 2026 – Offizielle NABU-Meldung mit Fokus auf Schutzmassnahmen
  3. Rätsel Rebhuhn – Kulturgeschichtlicher Hintergrund – Interessanter Artikel zur biblischen und historischen Bedeutung des Rebhuhns

Fazit: Das Rebhuhn steht stellvertretend für eine ganze Lebensgemeinschaft, die durch die intensive moderne Landwirtschaft bedroht ist. Wer dem Rebhuhn hilft, hilft der gesamten Biodiversität unserer offenen Landschaften – in Deutschland, in der Schweiz und darüber hinaus.

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Das Rebhuhn verdankt seinen Namen den scharfen, kurzen Rufen beim Auffliegen, die wie reb-reb-reb tönen. Der ursprüngliche Steppenbewohner war bei uns einst ein Charaktervogel offener, eher trockener Ackerbaugebiete. Mit der Intensivierung und Mechanisierung der Landwirtschaft blieb immer weniger Platz für das Rebhuhn, und nach einer starken Abnahme sind die natürlichen Vorkommen so gut wie erloschen. Die Vögel sind mit ihrem Tarngefieder meist schwierig zu entdecken.
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