Reformations Denkmal

Das Reformationsdenkmal in Genf – Ein Wahrzeichen des Protestantismus

Geschichte und Bedeutung

Das Reformationsdenkmal (französisch: Monument de la Réformation) in Genf ist eines der bedeutendsten Denkmäler der reformierten Kirche weltweit. Es wurde 1909 anlässlich des 400-jährigen Jubiläums der Geburt Johannes Calvins und des 350-jährigen Bestehens der Akademie von Genf eingeweiht. Das Monument steht im Parc des Bastions, direkt bei der alten Stadtmauer Genfs.

Das Denkmal ehrt die Hauptfiguren der Reformation, mit besonderem Fokus auf die Genfer Reformation unter Johannes Calvin. Es ist ein zentrales Symbol des Calvinismus und der internationalen Ausstrahlung der reformierten Theologie.

Beschreibung des Denkmals

Das 25 Meter lange und rund 7,5 Meter hohe Monument besteht aus einer grossen Mauer, vor der fünf überlebensgrosse Statuen stehen:

  • Johannes Calvin (Mitte) – der zentrale Reformator Genfs
  • Guillaume Farel – Wegbereiter der Reformation in Genf
  • Theodor Beza – Nachfolger Calvins und erster Rektor der Genfer Akademie
  • John Knox – schottischer Reformator, der in Genf studierte und die presbyterianische Kirche Schottlands prägte

Links und rechts der vier grossen Figuren befinden sich weitere Reliefs und Statuen, darunter:

  • Martin Luther und Ulrich Zwingli (als Vertreter der deutschsprachigen Reformation)
  • Oliver Cromwell, Roger Williams, Gaspard de Coligny und Wilhelm von Oranien (als Vertreter des internationalen Protestantismus)

Auf dem Sockel steht der Wahlspruch der Reformation: «Post Tenebras Lux» (Nach der Finsternis das Licht).

Bezug zur Schweiz

Obwohl das Denkmal primär Calvin und die Genfer Reformation würdigt, steht es in enger Verbindung mit der gesamtschweizerischen Reformationsgeschichte. Die Schweiz war neben Deutschland das zweite grosse Zentrum der Reformation:

  • Huldrych Zwingli reformierte Zürich ab 1519
  • Die reformierte Tradition der deutschsprachigen Schweiz und die calvinistische Tradition Genfs bilden bis heute die zwei grossen Strömungen des Schweizer Protestantismus

Das Denkmal in Genf wird daher oft auch als gesamtschweizerisches Erinnerungsort der Reformation verstanden. Bereits 1885 hatte Zürich Zwingli ein eigenes Denkmal bei der Wasserkirche errichtet.

Weitere Reformationsdenkmäler (internationaler Kontext)

Ähnlich bedeutende Reformationsdenkmäler finden sich unter anderem in:

  • Worms (das grosse Lutherdenkmal von 1868)
  • Speyer
  • Wittenberg

Das Genfer Monument zeichnet sich jedoch durch seine internationale Ausrichtung aus – es würdigt nicht nur deutsche und schweizerische Reformatoren, sondern zeigt die weltweite Wirkung der Reformation.


  1. Reformations-Denkmal in Genf – Christoph Pfister
    Detaillierte schweizerische Darstellung des Monuments mit historischem Kontext.

  2. Zwingliana 1909 – Mitteilung zum Reformations-Denkmal in Genf
    Zeitgenössischer wissenschaftlicher Artikel aus dem Jahr der Einweihung (1909).

  3. Ulrich Zwingli und das Zwingli-Denkmal in Zürich
    Ergänzende Informationen zur Zürcher Reformationsgeschichte und zum Zwingli-Denkmal.

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Reformations Denkmal
Es besteht aus einer etwa 100 m langen, bewussst schmucklos gehaltenen Skulpturenwand im Parc des Bastions beim Hauptgebäude der Universität Genf. Die zum Bau verwendeten Steine stammen aus den Steinbrüchen von Pouillenay im Burgund. Gegenüber der Wand liegt eine Treppe aus Granit vom Mont Blanc, in deren Seitenmauern die Namen "Luther" und "Zwingli" eingemeissselt sind.
Reformations Denkmal
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Quelle: Wikipedia