Die Reiherente (Aythya fuligula): Ein charakteristischer Wintergast in der Schweiz

Die Reiherente ist eine der bekanntesten Tauchenten der Schweiz. Sie zeichnet sich durch ihr markantes Erscheinungsbild und ihr ausgeprägtes Verhalten in Schweizer Gewässern aus.

Merkmale und Erscheinungsbild

Die Reiherente ist leicht an ihrem kontrastreichen Gefieder zu erkennen:

  • Männchen: Auffälliges schwarz-weisses Gefieder, eine charakteristische Federhaube am Hinterkopf sowie eine leuchtend gelbe Iris.
  • Weibchen: Schlichter gefärbt in Brauntönen, jedoch ebenfalls mit dem typischen kleinen Schopf am Hinterkopf.
  • Besondere Merkmale: Ein bläulich wirkender Schnabel mit schwarzer Spitze ist ein typisches Identifikationsmerkmal.

Vorkommen und Verhalten in der Schweiz

Die Reiherente ist ein häufiger Anblick auf Schweizer Gewässern, wobei sich ihr Aufenthaltsort je nach Jahreszeit ändert:

  • Wintergäste: Im Winter ziehen Zehntausende Reiherenten aus Nord- und Nordosteuropa in die Schweiz, da ihre heimatlichen Gewässer zufrieren. Sie sind in dieser Zeit sehr häufig in den Häfen und auf den Seen (z. B. Pfäffikersee, Bielersee, Lützelsee) anzutreffen.
  • Sommer: In den Sommermonaten ziehen sich viele Reiherenten in höher gelegene Bergseen zurück, während sie im Mittelland nur noch vereinzelt zu beobachten sind.
  • Verhalten: Die Vögel sind an menschliche Nähe gewöhnt, insbesondere in den Häfen, wo sie oft in grossen Trupps auftreten. Sie vergesellschaften sich häufig mit anderen Entenarten wie der Tafelente oder der Moorente.
  • Bestandsschwankungen: Beobachtungen lokaler Vereine (wie z. B. in Hombrechtikon) zeigen, dass die Anzahl der Reiherenten stark variieren kann – von Jahren mit Rekordzahlen (über 100 Exemplare) bis hin zu Jahren, in denen die Art an bestimmten Standorten fast ausbleibt.

Bedeutung für den Naturschutz

Die Reiherente dient oft als Indikator für den Zustand von Feuchtgebieten und ist ein fester Bestandteil vieler ornithologischer Exkursionen. Da sie sich oft mit selteneren Entenarten vergesellschaftet oder hybridisiert, ist eine genaue Bestimmung besonders bei Weibchen wichtig, um eine Verwechslung mit anderen Aythya-Arten auszuschliessen.


  1. Reiherente - Steckbrief & Verhalten (Nicolas Stettler)
  2. Reiherenten-Beobachtungen (Ornithologischer Verein Hombrechtikon)
  3. Rückblick und Naturbeobachtungen (Naturschutz Region Romanshorn)

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Wer hat nicht schon den Reiherenten mit dem typischen Federschopf zugesehen, wie sie, ohne nass zu werden, unter Wasser Nahrung suchen und wie ein Korkenzapfen wieder auftauchen? Besonders in Häfen oder von Brücken aus lässt sich dieses Verhalten aus nächster Nähe beobachten, vor allem bei Vögeln, die fast keine Scheu mehr zeigen. Die Reiherente ist heute im Winter die häufigste Entenart auf unseren Gewässern und hat stark von der Einwanderung der Wandermuschel profitiert, von der sie sich mit Vorliebe ernährt.
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