Filmübersicht: Retour à Visegrad
Der Dokumentarfilm "Retour à Visegrad" (dt. Rückkehr nach Visegrad) ist ein schweizerisch-französisches Filmprojekt, das die tiefgreifenden Auswirkungen des Bosnienkrieges auf eine Schulgemeinschaft thematisiert.
Hintergrund und Handlung
Im April 1992 begann in Višegrad (Ostbosnien und Herzegowina) ein Krieg, der die multiethnische Bevölkerung spaltete und zur Schließung der örtlichen Schule führte. Ehemalige Schüler – Muslime und Serben –, die zuvor gemeinsam lernten und lebten, wurden gewaltsam getrennt.
Über 25 Jahre später machen sich der ehemalige Schuldirektor Budimir Zečević und Djemila Krsmanović, die Witwe eines verstorbenen Lehrers, gemeinsam in einer alten Zastava auf den Weg. Ihr Ziel ist es, die ehemaligen Schüler ausfindig zu machen und zu einem Klassentreffen zusammenzuführen, um die durch den Krieg entstandenen Brüche zu heilen.
Produktion und Veröffentlichung
- Regie: Julie Biro und Antoine Jaccoud
- Produktion: Louise Productions Lausanne in Zusammenarbeit mit der SRG SSR (RTS)
- Jahr: 2020
- Laufzeit: 90 Minuten
- Schweiz-Bezug: Der Film wurde maßgeblich in der Schweiz produziert (Louise Productions, Lausanne) und im Rahmen des Schweizer Filmfestivals Visions du Réel 2020 online präsentiert. Er thematisiert eine globale Aufarbeitung, die durch Schweizer Produktionsunterstützung einem breiten Publikum zugänglich gemacht wurde.
Top 3 Links zum Thema
- Retour à Visegrad – Louise Productions Lausanne
- Cinéforom – Retour à Višegrad (Filmdaten)
- SRF Kultur – Rückkehr nach Visegrad: Ein Klassentreffen mit ungewissem Ende (Hinweis: Via die offizielle Produktionsseite findet man die Berichterstattung und Interviews zur Schweizer Erstausstrahlung)
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