Die Gattung Ribautiana (Zikaden)
Entgegen der im Titel genannten Bezeichnung handelt es sich bei Ribautiana nicht um eine Wanze, sondern um eine Gattung aus der Ordnung der Zikaden (Auchenorrhyncha), genauer gesagt um Vertreter der Unterfamilie Typhlocybinae (Zwergzikaden).
Übersicht und Merkmale
Die Zikaden der Gattung Ribautiana sind kleine, oft sehr filigrane Insekten, die sich hauptsächlich auf Laubgehölzen aufhalten.
- Systematik: Sie gehören zur Familie der Cicadellidae (Zwergzikaden).
- Lebensweise: Viele Arten sind spezialisiert auf bestimmte Wirtspflanzen, wie beispielsweise Brombeeren (Ribautiana tenerrima) oder Ulmen (Ribautiana ulmi).
- Vorkommen in der Schweiz: In der Schweiz sind verschiedene Arten dieser Gattung heimisch. Aufgrund ihrer geringen Körpergröße und der oft unauffälligen Färbung werden sie in der Feldherpetologie und Entomologie häufig übersehen. Sie sind in der Schweiz in naturnahen Gärten, Hecken und Waldrändern weit verbreitet.
Bekannte Arten der Gattung
Basierend auf den vorliegenden Daten umfassen die häufigsten Vertreter unter anderem:
- Ribautiana tenerrima (Himbeer-Blattzikade): Oft an Brombeer- und Himbeersträuchern anzutreffen.
- Ribautiana ulmi: Bekannt als Ulmen-Zikade, weit verbreitet in Europa und der Schweiz.
- Ribautiana scalaris: Eine ebenfalls in europäischen Sammlungen verzeichnete Art.
Ökologische Bedeutung
Zikaden wie Ribautiana spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem als Primärkonsumenten. Sie ernähren sich durch das Saugen von Pflanzensäften (Phloem), was bei sehr starkem Befall zu punktförmigen Aufhellungen auf den Blättern der Wirtspflanzen führen kann. Sie dienen zudem als Nahrungsgrundlage für zahlreiche räuberische Insekten, Spinnen und insektenfressende Vogelarten.
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