Pflanzenprofil: Die Rostrote Kopfbinse (Schoenus ferrugineus)
Die Rostrote Kopfbinse ist ein charakteristisches Sauergras (Cyperaceae), das bevorzugt in nährstoffarmen Feuchtgebieten und Mooren gedeiht. In der Schweiz ist sie eine geschätzte Art der Flora, die aufgrund ihrer spezifischen Standortansprüche oft als Indikator für wertvolle Biotope gilt.
Steckbrief
- Wissenschaftlicher Name: Schoenus ferrugineus
- Familie: Sauergräser (Cyperaceae)
- Wuchshöhe: 10 bis 40 cm
- Blütezeit: Mai bis Juli
- Besondere Merkmale: Die Hochblätter überragen die Ähren nicht (wichtiges Unterscheidungsmerkmal zur Schwarze Kopfbinse, Schoenus nigricans).
Vorkommen und Lebensraum
Die Art besiedelt bevorzugt kalkhaltige Flachmoore, Schwingrasen sowie Uferbereiche von Seen. In der Schweiz wurde sie unter anderem in den Regionen Tarasp, Scuol (Vna, Palü Lunga, Ramosch, SurEn) sowie am Lac de Joux (Le Rocheray) nachgewiesen. Sie gilt als wichtige Charakterart in Pflanzengesellschaften zusammen mit Begleitern wie:
- Mehlprimel (Primula farinosa)
- Davall-Segge (Carex davalliana)
- Fleischfarbenes Knabenkraut (Dactylorhiza incarnata)
- Langblättriger Sonnentau (Drosera longifolia)
Ökologische Bedeutung und Gefährdung
Die Rostrote Kopfbinse ist auf intakte, meist nährstoffarme Feuchtbiotope angewiesen. Durch die Zerstörung oder Entwässerung solcher Standorte sowie durch Trittschäden bei botanischer Suche ist der Bestand vielerorts gefährdet. Aufgrund ihrer Spezialisierung dient sie als wertgebende Art bei Pflegemaßnahmen in Schutzgebieten.
- Schoenus ferrugineus – Steckbrief und Verbreitung (Schweizer Flora)
- Gattung Kopfbinsen – Pflanzen lernen
- Wertgebende Arten in Feuchtbiotopen (LBV Starnberg)
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