Das Rotauge (Rutilus rutilus): Ein robuster Allrounder der Schweizer Gewässer

Das Rotauge, in der Schweiz auch unter dem Namen Schwale bekannt, ist einer der am weitesten verbreiteten Fischarten und ein idealer Zielfisch für Einsteiger wie auch erfahrene Angler.

Biologie und Merkmale

Das Rotauge gehört zur Familie der Karpfenfische. Die Unterscheidung zu ähnlichen Arten wie der Rotfeder oder dem Hasel ist oft Gegenstand von Verwechslungen, lässt sich jedoch durch gezielte Merkmale bestimmen:

  • Auge: Das namensgebende Merkmal ist die rote Iris.
  • Flossen: Die bauchseitigen Flossen sind rötlich gefärbt. Die Rückenflosse beginnt in etwa auf der Höhe des Bauchflossenansatzes.
  • Körperbau: Die Bauchkante zwischen Bauchflossen und After ist beim Rotauge im Gegensatz zur Rotfeder gerundet, nicht gekielt.
  • Größe: Die Durchschnittslänge liegt bei 25–30 cm, wobei Exemplare bis zu 50 cm erreicht werden können.

Bedeutung in der Schweiz

Das Rotauge gilt als äußerst anpassungsfähiger Fisch. Aufgrund seiner Toleranz gegenüber unterschiedlichen Wassertemperaturen wird ihm eine gute Zukunftsprognose im Hinblick auf den Klimawandel zugeschrieben. In der Schweizer Fischerei ist es:

  • Der Einsteigerfisch: Aufgrund seiner Häufigkeit und der Bereitschaft, auch auf einfache Ausrüstung zu beißen, ist es perfekt für Anfänger geeignet.
  • Keine Beschränkungen: In vielen Schweizer Gewässern unterliegt das Rotauge weder einem Schonmaß noch einer Schonzeit.
  • Beutefisch: Es ist einer der bedeutendsten Futterfische für einheimische Raubfische wie Hecht oder Egli. Daher wird es oft als Köderfisch (lebend, tot oder als hochwertige Imitation) eingesetzt.

Fang und Verwendung

Angler nutzen für den Fang sowohl klassische Ruten als auch Hilfsmittel wie Fischreusen, um Köderfische zu gewinnen. Im Fachhandel sind zudem täuschend echte Köder-Imitationen erhältlich, die aufgrund ihrer verführerischen Bewegung besonders geschätzt werden. Während es für den Angler als "sozialer" und leicht zu findender Fisch geschätzt wird, findet es in einigen Regionen auch als Speisefisch Verwendung.


Empfohlene Ressourcen

  1. Schwalen – Ein Fisch für alle (Petri Heil)
  2. Fisch- und Krebsarten: Bestimmung von Rotauge, Rotfeder und Hasel (BKFV)
  3. Zielfisch Rotauge: Tipps & Tricks (Fisch & Fang)

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Rotauge
Rotauge und Rotfeder mit seitlich abgeflachtem, je nach Alter und Wohngewässer mehr oder weniger hochrückigem Körper; Hasel spindelförmiger, fast drehrunder Körper. Bauchkante beim Rotauge zwischen Bauchflossen und After gerundet, bei der Rotfeder gekielt. Mundspalte eng, beim Rotauge fast waagrecht, bei der Rotfeder steil nach oben gerichtet und beim Hasel leicht vorragend. Schlundzähne Rotauge einreihig, Rotfeder und Hasel zweireihig. Beim Rotauge Vorderende der Rückenflosse über oder nur wenig hinter dem Bauchflossenansatz, bei der Rotfeder dagegen deutlich dahinter. Rand der Afterflosse beim Hasel, im Unterschied zum Alet eingebuchtet. Iris beim Rotauge rot, bei der Rotfeder goldglänzend und beim Hasel silbern. Bauchseitige Flossen beim Rotauge rötlich, bei der Rotfeder aussen hellrot und an der Basis grau bis bräunlich und beim Hasel gelblich. Mittellänge Rotauge 25 - 30 cm, maximal 50 cm; Rotfeder 20 - 30 cm, maximal 40 cm; Hasel 15 - 20 cm, maximal 30 cm.
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Quelle: vol.be.ch