Die Rotdrossel (Turdus iliacus): Ein nordischer Wintergast in der Schweiz
Die Rotdrossel ist die kleinste der in Mitteleuropa vorkommenden Drosselarten. Während sie in Nord- und Osteuropa brütet, ist sie in der Schweiz primär als regelmäßiger Wintergast anzutreffen.
Steckbrief
- Wissenschaftlicher Name: Turdus iliacus
- Größe: 19 bis 23 cm
- Gewicht: 50 bis 75 g
- Lebenserwartung: Bis zu 5 Jahre
- Schutzstatus: Nicht gefährdet (LC)
Merkmale und Verhalten
Die Rotdrossel ist durch ihr markantes rostrotes Flankengefieder sowie die rötlichen Unterflügel leicht zu identifizieren. Sie ist ein klassischer Langstreckenzieher. In der Schweiz lässt sie sich im Winter häufig in heckenreichen Landschaften, Parks und Naturoasen beobachten, wo sie auf der Suche nach beerentragenden Sträuchern und Kleintieren ist.
Vorkommen in der Schweiz
Die Schweiz dient für die Rotdrossel als wichtiges Überwinterungsgebiet. Beobachtungen in verschiedenen Regionen – vom Bieler Waldrand bis zum Biotop am Stausee in Birsfelden – belegen ihr regelmäßiges Auftreten. Da sie oft in Gruppen mit anderen Drosselarten wie der Wacholderdrossel auftritt, sind Verwechslungen im Feld möglich. In Ausnahmefällen gelangt die Art auch in die Obhut von Schweizer Wildtierpflegestationen, wie Berichte aus Schaffhausen zeigen.
Zusammenfassung der Lebensweise
- Ernährung: Insekten, Würmer und Beeren.
- Lebensraum: Wälder, Heckenlandschaften und Parkanlagen.
- Gefahren: Wie bei vielen Singvögeln stellen Glasscheiben und Hauskatzen ein Hauptrisiko dar.
- Brutzeit: Findet außerhalb der Schweiz in Nord- und Osteuropa (April bis Juli) statt.
Empfohlene Ressourcen
- Rotdrossel - Voliere Gesellschaft Zürich
- November: Rotdrossel und mehr - Biotop Am Stausee
- Rotdrossel (Turdus iliacus) - Christas Vogelwelt
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