Der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius)

Der Rote Würfel-Dickkopffalter (auch Roter Würfeldickkopffalter genannt) ist ein kleiner, bemerkenswerter Tagfalter aus der Familie der Dickkopffalter (Hesperiidae). In der Fachwelt wird er unter dem wissenschaftlichen Namen Spialia sertorius geführt.

Steckbrief und Merkmale

  • Wissenschaftlicher Name: Spialia sertorius (Hoffmannsegg, 1804).
  • Erscheinungsbild: Der Falter zeichnet sich durch ein charakteristisches Muster aus dunklen und weißen "Würfeln" auf den Flügeln aus. Die Grundfarbe ist dunkelbraun mit weißen Flecken, wobei die Unterseite der Hinterflügel oft rötlich-braun bis ziegelrot gefärbt ist, was ihm seinen Namen verleiht.
  • Verwechslungsgefahr: Er wird oft mit anderen Arten der Gattung Pyrgus (den eigentlichen Würfeldickkopffaltern) verwechselt, unterscheidet sich von diesen jedoch durch die spezifische Färbung der Unterseite.

Lebensraum und Vorkommen

  • Verbreitung: Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet. In der Schweiz kommt der Rote Würfel-Dickkopffalter in geeigneten Lebensräumen vor, insbesondere in sonnigen, trockenen Gebieten.
  • Habitat: Er bevorzugt offene, warme Standorte. Dazu zählen Trockenrasen, felsige Hänge, Waldränder und ruderal geprägte Flächen. Da diese Lebensräume durch die Intensivierung der Landnutzung vielerorts verschwinden, ist der Falter in manchen Regionen bereits seltener geworden.
  • Futterpflanzen: Die Raupen sind auf spezielle Pflanzen angewiesen, insbesondere aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae), wie etwa das Kleine Wiesenknopf (Sanguisorba minor).

Gefährdung und Schutz

Wie viele Tagfalter leidet der Rote Würfel-Dickkopffalter unter der Zerstörung seiner Lebensräume. In der Schweiz sowie in vielen anderen europäischen Ländern sind Schutzmaßnahmen für magere Wiesen und sonnenexponierte Trockenstandorte essenziell, um die Bestände dieser Art langfristig zu sichern. Er gilt in einigen Gebieten aufgrund des Rückgangs seiner Habitate als gefährdet oder zumindest als Indikator für den Zustand ökologisch wertvoller Offenlandbiotope.


Empfohlene Ressourcen

  1. Artenliste - Andreas Kolossa (Übersicht diverser Falterarten)
  2. NaturaDB - Futterpflanzen und Zusammenhänge (Silber-Fingerkraut)
  3. BUND Naturschutz Nürnberg - Gefährdung und Lebensweise von Tagfaltern

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Quelle: insects.ch