Die Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus): Ein Portrait

Die Rotfeder ist ein charakteristischer Bewohner europäischer Gewässer und gehört zur Familie der Karpfenfische. Während sie anglerisch oft als Köderfisch für Raubfische wahrgenommen wird, spielt sie als integraler Bestandteil des Ökosystems in der Schweiz eine wichtige Rolle.

Biologische Merkmale

  • Aussehen: Die Rotfeder besitzt einen hochrückigen Körper mit auffällig rot gefärbten Flossen. Ihr Maul ist deutlich nach oben gerichtet (oberständig), was sie von dem oft verwechselten Rotauge (endständiges Maul) unterscheidet. Ein weiteres wichtiges Bestimmungsmerkmal ist die Rückenflosse: Bei der Rotfeder sitzt deren Ansatz deutlich hinter dem Ansatz der Bauchflossen.
  • Größe: Die Durchschnittslänge beträgt 20 bis 30 cm, bei einem Gewicht von etwa 250 bis 300 Gramm. Maximal können Exemplare bis zu 40 cm erreichen.
  • Lebensweise: Sie ist ein geselliger Fisch, der meist in Schwärmen lebt. Rotfedern sind stark an wasserpflanzenreiche, ruhige und flache Uferzonen gebunden, die ihnen sowohl Deckung als auch Laichsubstrat bieten.

Vorkommen und Status in der Schweiz

Die Rotfeder ist in der Schweiz weit verbreitet und besiedelt vorwiegend die Seen und langsam fließenden Flüsse des Mittellands. Ihr Bestand gilt laut der Roten Liste als nicht gefährdet (Status: LC – Least Concern). Sie bevorzugt warme, pflanzenreiche Gewässerbereiche, in denen sie besonders während der Sommermonate aktiv ist.

Abgrenzung zum Rotauge

Die Verwechslungsgefahr mit dem Rotauge ist groß, doch neben der Maulstellung und der Position der Rückenflosse gibt es weitere Unterschiede:

  • Augenfarbe: Beim Rotauge leuchten die Augen rot, bei der Rotfeder sind sie eher goldglänzend.
  • Flossen: Die Flossen der Rotfeder sind kräftig rot, während beim Rotauge die bauchseitigen Flossen eher blass-rötlich sind.

Bedeutung

Obwohl sie in einigen Regionen (wie etwa Liechtenstein 2017) als „Fisch des Jahres“ gewürdigt wurde, um auf den Schutz ihrer Lebensräume aufmerksam zu machen, wird die Rotfeder in der Fischerei oft primär als Futterfisch für größere Raubfische wie den Hecht geschätzt. Dennoch bietet sie gerade für jugendliche Angler ein spannendes Ziel, da sie in verkrauteten Uferzonen gut mit verschiedenen Ködern wie Brot, Mais oder Maden befischt werden kann.


  1. Fischwissen.ch: Rotfedern im Neuenburgersee – Detaillierte Informationen zum Vorkommen und Status in der Schweiz.
  2. BKFV: Merkmale von Rotauge, Rotfeder und Hasel – Fundierte Vergleichstabelle und biologische Unterschiede.
  3. Angelmagazin: Praxiswissen zum Angeln auf Rotfedern – Umfassende Tipps zur Köderwahl, Standorten und Jahreszeiten.

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Rotfeder
Rotauge und Rotfeder mit seitlich abgeflachtem, je nach Alter und Wohngewässer mehr oder weniger hochrückigem Körper; Hasel spindelförmiger, fast drehrunder Körper. Bauchkante beim Rotauge zwischen Bauchflossen und After gerundet, bei der Rotfeder gekielt. Mundspalte eng, beim Rotauge fast waagrecht, bei der Rotfeder steil nach oben gerichtet und beim Hasel leicht vorragend. Schlundzähne Rotauge einreihig, Rotfeder und Hasel zweireihig. Beim Rotauge Vorderende der Rückenflosse über oder nur wenig hinter dem Bauchflossenansatz, bei der Rotfeder dagegen deutlich dahinter. Rand der Afterflosse beim Hasel, im Unterschied zum Alet eingebuchtet. Iris beim Rotauge rot, bei der Rotfeder goldglänzend und beim Hasel silbern. Bauchseitige Flossen beim Rotauge rötlich, bei der Rotfeder aussen hellrot und an der Basis grau bis bräunlich und beim Hasel gelblich. Mittellänge Rotauge 25 - 30 cm, maximal 50 cm; Rotfeder 20 - 30 cm, maximal 40 cm; Hasel 15 - 20 cm, maximal 30 cm.
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Quelle: vol.be.ch