Das Rotkehlchen: Porträt des Vogels des Jahres 2025

Das Rotkehlchen (Erithacus rubecula), in der Schweiz liebevoll „Rotbrüstli“ genannt, ist ein bekannter und beliebter Bewohner unserer Gärten. Aufgrund seiner hohen Bekanntheit und Beliebtheit wurde es von der Schweizer Bevölkerung zum Vogel des Jahres 2025 gewählt.

Steckbrief und Biologie

  • Größe: Etwa so groß wie ein Spatz.
  • Aussehen: Unverwechselbar durch seine orange-rote Kehle und Brust.
  • Lebensweise: Das Rotkehlchen ist wenig scheu und tritt oft zutraulich gegenüber Menschen auf. Es ist dämmerungsaktiv, was seine verhältnismäßig großen Augen erklärt.
  • Revierverhalten: Trotz seines niedlichen Aussehens ist das Rotkehlchen sehr territorial. Männchen verteidigen ihr Revier gegenüber Artgenossen mit bis zu 100 Dezibel – so laut wie in einer Diskothek.
  • Gesang: Das Rotkehlchen singt oft als einer der ersten Vögel am Morgen und als einer der letzten am Abend. Auch im Herbst und Winter ist der Gesang zu hören.

Verbreitung und Gefährdung

  • Status in der Schweiz: Es ist eine der häufigsten Brutvogelarten des Landes und gilt aktuell als nicht gefährdet.
  • Zugverhalten: Ein Großteil der Schweizer Rotkehlchen zieht im Herbst in den wärmeren Mittelmeerraum (insbesondere Frankreich und Spanien). Die Tiere, die in der Schweiz überwintern, stammen häufig aus Nordeuropa.

Tipps für den Naturgarten

Um das Rotkehlchen im Garten zu unterstützen, empfehlen sich folgende Maßnahmen:

  • Strukturreicher Garten: Einheimische Bäume und Sträucher bieten Schutz und Nahrung. „Wilde Ecken“ im Garten sind ideal.
  • Nistplätze: Da das Rotkehlchen ein Halbhöhlenbrüter ist, benötigt es spezielle Nistkästen mit einer großen, offenen Front. Diese sollten in schattiger, geschützter Lage in 1 bis 3 Metern Höhe montiert werden.
  • Boden: Da Rotkehlchen ihre Nahrung am Boden suchen, schätzen sie Bereiche, die nicht zu stark mit dichtem Bodenbewuchs überlagert sind.

Interessante Fakten

  • Magnetischer Sinn: In der Vergangenheit diente das Rotkehlchen als Forschungsobjekt, um zu belegen, dass Vögel ihre Orientierung durch Magnetfelder beeinflussen können.
  • Brut: Rotkehlchen brüten in der Regel zweimal pro Jahr.
  • Wintergäste: Auch im Winter ist das Rotkehlchen ein gern gesehener Gast, der von strukturreichen Gärten mit Insektenvorkommen profitiert.

  1. BirdLife Schweiz: Vogel des Jahres 2025
  2. NVV Wangen: Das Rotkehlchen – Porträt und Fakten
  3. Umweltblog Baden: 10 Fakten zum Rotkehlchen

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Rotkehlchen
Das Rotkehlchen ist einer der häufigsten Brutvögel. Oft ertönt sein Gesang noch in der späten Dämmerung oder sogar nachts. Die namensgebende orangerote Färbung von Gesicht, Kehle und Brust fehlt im Jugendkleid noch. Statt dessen ist das Gefieder grob gefleckt. Erst in der Jugendmauser entwickelt sich die vertraute Färbung. Menschen gegenüber sind Rotkehlchen oft sehr zutraulich und kommen bei Gartenarbeiten neugierig heran, um zutage geförderte Bodentiere zu erhaschen. Untereinander sind Rotkehlchen aber zänkisch und unverträglich. Männchen und Weibchen etablieren auch im Winter feste Reviere.
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