Der Rotschenkel: Ein bedrohter Wächter der Feuchtgebiete

Der Rotschenkel (Tringa totanus) ist ein eleganter Watvogel aus der Ordnung der Regenpfeiferartigen. Obwohl er in Europa und Asien weit verbreitet ist, stellt er für Ornithologen und Naturschützer, insbesondere in der Schweiz, eine besondere Herausforderung dar.

Steckbrief und Biologie

  • Wissenschaftlicher Name: Tringa totanus
  • Grösse: 27 bis 30 cm
  • Gewicht: 110 bis 130 g
  • Aussehen: Braungesprenkeltes Gefieder, weisslicher Bauchbereich und die namensgebenden auffällig roten Beine.
  • Lebensraum: Feuchtwiesen, Moore, Küstengebiete und Flachgewässer.
  • Nahrung: Kleine Krebstiere, Würmer und Insekten, die im schlammigen Boden aufgestöbert werden.
  • Brutverhalten: Bodenbrüter; die Brutzeit liegt zwischen Mitte April und Juni.

Der Rotschenkel in der Schweiz

Die Situation des Rotschenkels in der Schweiz ist kritisch. Er gilt regional als ausgestorben und ist in seinem Bestand stark gefährdet. Die Hauptursachen für den Rückgang sind:

  • Lebensraumverlust: Die Trockenlegung von Mooren und die intensive landwirtschaftliche Nutzung entziehen dem Vogel die Lebensgrundlage.
  • Beobachtung: Dennoch gelingen hin und wieder Sichtungen, etwa während des Vogelzugs oder bei Exkursionen (z. B. am Klingnauer Stausee), bei denen der Rotschenkel als willkommene, wenn auch seltene Beobachtung gilt.

Herausforderung bei der Beobachtung

Die Identifikation von Watvögeln gilt in der Vogelkunde als anspruchsvoll. Der Rotschenkel wird oft in Schwärmen mit anderen Arten wie dem Alpenstrandläufer oder dem Grünschenkel angetroffen. Seine Unterscheidung erfordert Geduld und Übung, da die Vögel oft in Bewegung sind oder sich bei Störungen schnell in die Luft erheben.


Die besten Informationsquellen zum Rotschenkel

  1. Rotschenkel - Porträt der Voliere Gesellschaft Zürich
  2. Watn dat? - Frust und Lust der Watvogel-Beobachtung (Umweltnotizen)
  3. Schnepfenverwandte und Lebensraum-Problematik (Ryserhp)

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Rotschenkel
Ab dem zeitigen Frühjahr machen sich die durchziehenden Rotschenkel mit ihren flötenden, melancholischen Rufen bemerkbar. Früher waren die Balzrufe auch in einigen Feuchtgebieten des Mittellandes zu hören, aber der Rotschenkel hatte gegen die Entwässerung und Zerstörung seines Lebensraums das Nachsehen und verschwand als Brutvogel. In Europa ist er noch weit verbreitet. Am Mittelmeer und an der Nordsee können die Rotschenkel bereits am Brüten sein, während bei uns die Brutvögel Nordskandinaviens noch durchziehen.
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