Übersicht: Ruäch – Eine Reise ins jenische Europa

Der Dokumentarfilm Ruäch – Eine Reise ins jenische Europa (2022/2023) ist ein Schweizer Filmprojekt, das sich auf die Spuren einer oft unsichtbaren Minderheit begibt.

Inhalt und Thematik

Der Titel des Films leitet sich aus dem Jenischen ab: «Ruäch» ist die Bezeichnung für Nicht-Jenische (im weiteren Sinne auch «Bauern»). Der Film dokumentiert eine Reise durch verschiedene Regionen Europas – von den Vororten Savoyens in Frankreich bis zu den Wäldern Kärntens in Österreich sowie in die Schweiz.

Die Regisseure Andreas Müller, Simon Guy Fässler und Marcel Bächtiger beleuchten die Lebensrealitäten der Jenischen, ihre Anpassungsfähigkeit an die Normgesellschaft und den Spagat zwischen dem Wunsch nach kultureller Eigenständigkeit und dem Bedürfnis, (unsichtbar) zu überleben. Protagonisten wie Isabelle Gross geben Einblicke in ihre familiären Strukturen und die tägliche Lebensführung.

Produktion und Hintergrund

  • Regie: Andreas Müller, Simon Guy Fässler und Marcel Bächtiger
  • Produktion: soap factory GmbH / 8horses GmbH
  • Land: Schweiz
  • Erscheinungsjahr: 2022 (Weltpremiere), 2023 (Kinostart Deutschschweiz)
  • Länge: 118 Minuten
  • Sprachen: Schweizerdeutsch, Französisch, Deutsch

Kritische Einordnung

Der Film wird als eine «packende Reise in eine unbekannte Welt» beschrieben, die ein lange bestehendes Schattendasein beleuchtet. Kritische Stimmen merkten an, dass der Film trotz jahrelanger Recherche eine gewisse Distanz bewahrt und die jenische Kultur eher anekdotisch beleuchtet, was einen intimen Zugang für das Publikum erschweren kann. Dennoch gilt er als wichtiges Zeitzeugnis einer Annäherung an eine verschlossene Gemeinschaft.


  1. Maximum Cinema – Filmkritik & Informationen
  2. Medientipp – Filmdetails und Hintergrundinfos
  3. Visions du Réel – Offizielle Filmseite des Festivals

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RUÄCH
RUÄCH
Switzerland, Planned for 2nd quarter 2021
Sie nennen uns abschätzig «Ruächä», wir nennen sie Zigeuner. Aber wer sind die Jenischen, die seit jeher unter uns leben? Woher kommen sie, was für ein Leben leben sie und warum? Unzählige Geschichten werden über sie erzählt, unzählige Geschichten erzählen sie selbst. Was ist Wahrheit, was Legende? Was Vorurteil oder romantische Verklärung der Sesshaften, was Selbstmythos und Propaganda der Fahrenden?
von Andreas Müller
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Quelle: swissfilms.ch