Steckbrief: Die Holz-Zebraspringspinne (Salticus cingulatus)
Die Salticus cingulatus, im Deutschen als Holz-Zebraspringspinne bekannt, gehört zur Familie der Springspinnen (Salticidae). Sie ist eine der heimischen Vertreterinnen der Zebraspringspinnen-Gruppe und zeichnet sich durch ihre charakteristische schwarz-weiße Zeichnung aus.
Taxonomie und Systematik
- Klasse: Arachnida (Spinnentiere)
- Ordnung: Araneae (Webspinnen)
- Familie: Salticidae (Springspinnen)
- Gattung: Salticus
- Art: Salticus cingulatus (Panzer, 1797)
Merkmale und Bestimmung
Salticus cingulatus ist eng mit der bekannteren Mauer-Zebraspringspinne (Salticus scenicus) verwandt, unterscheidet sich jedoch in einigen Punkten:
- Optik: Sie ist meist heller gemustert als ihre Verwandten.
- Identifikation: Eine sichere Unterscheidung zu ähnlichen Arten wie S. zebraneus oder S. scenicus ist oft nur durch eine genaue Untersuchung der Genitalstrukturen möglich. Ein spezifisches Merkmal bei S. cingulatus ist ein weißes Fleckenpaar am Vorderleib (Prosoma).
- Größe: Die Körperlänge der Salticus-Arten bewegt sich im Bereich von wenigen Millimetern (bis ca. 7 mm).
Lebensraum und Vorkommen
Während andere Zebraspringspinnen oft an sonnigen Hauswänden oder Mauern anzutreffen sind, hat Salticus cingulatus andere Vorlieben:
- Habitate: Sie wird häufiger in bewaldeten Gebieten gefunden. Man findet sie beispielsweise an Fichtenästen am Waldrand. Auch in Moorgebieten wurde die Art bereits nachgewiesen.
- Verbreitung: Die Art ist in Europa verbreitet. In der Schweiz ist sie wie in den umliegenden Ländern Teil der lokalen Spinnenfauna und wird beispielsweise im World Spider Catalog des Naturhistorischen Museums der Burgergemeinde Bern (NMBE) geführt, der als zentrale Referenz für die taxonomische Erfassung schweizerischer und internationaler Spinnen dient.
- Häufigkeit: Im Vergleich zur häufigen Mauer-Zebraspringspinne gilt S. cingulatus vielerorts als deutlich seltener.
Lebensweise
Wie alle Springspinnen ist sie ein tagaktiver Jäger, der keine Fangnetze baut. Sie nutzt ihre hervorragende Sehkraft, um Beutetiere zu lokalisieren. Hat sie ein „Opfer“ ausgemacht, schleicht sie sich vorsichtig an und ergreift die Beute mit einem blitzschnellen Sprung.
Empfohlene weiterführende Quellen
- World Spider Catalog (NMBE) - Taxonomie und Datenbank
- Wiki der Arachnologischen Gesellschaft (AraGes) - Gattung Salticus
- Pollichia - Informationen zur Zebraspringspinne
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