Samuel Barber Person

Samuel Barber (1910–1981) – Der lyrische Romantiker Amerikas

Leben und Werk

Samuel Barber gilt als einer der bedeutendsten amerikanischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Geboren am 9. März 1910 in West Chester, Pennsylvania, begann er bereits im Alter von sieben Jahren zu komponieren. Er studierte am Curtis Institute of Music in Philadelphia Komposition, Klavier und Gesang. Im Gegensatz zu vielen Zeitgenossen, die sich der Avantgarde und der Zwölftonmusik zuwandten, blieb Barber zeitlebens einer expressiven, tonal-romantischen Sprache treu. Seine Musik zeichnet sich durch tiefe Emotionalität, lyrische Schönheit und meisterhafte Orchestration aus.

Zu seinen bekanntesten Werken gehören das Adagio for Strings (1936), das weltweit als eines der bewegendsten Stücke des 20. Jahrhunderts gilt, das Violinkonzert op. 14 (1940), die Oper Vanessa sowie die Excursions op. 20 für Klavier.

Bedeutung in der Schweiz

In der Schweiz erfreut sich Samuel Barber einer anhaltenden und wachsenden Beliebtheit. Das Violinkonzert op. 14 wird in den letzten Jahren vermehrt aufgeführt und hat mehrere namhafte Schweizer Festivals geprägt:

  • Das Brugg Festival wurde 2025 mit eben diesem Violinkonzert durch Festivalintendant und Geiger Sebastian Bohren eröffnet.
  • Das Luzerner Sinfonieorchester führte das Werk 2025 mit dem Star-Geiger Gil Shaham unter der Leitung von Michael Sanderling auf. Interessanterweise entstand ein Teil des Violinkonzerts in der Schweiz: Barber arbeitete 1940 in Sils Maria im Oberengadin an der Komposition.
  • Das Lucerne Festival integriert regelmässig Werke von Barber, so etwa Auszüge aus den Excursions op. 20.
  • Die Zuger Sinfonietta hat das Violinkonzert in ihrer Musikvermittlung ausführlich vorgestellt und betont die zwei Gesichter des Werks: die lyrisch-romantischen ersten beiden Sätze und das rasante, virtuose Perpetuum mobile des Finales.
  • Im Februar 2027 wird das Adagio for Strings im Rahmen eines grossen Konzerts des Peace Philharmonic Orchestra unter Nikolay Khozyainov im Conservatoire de Musique de Genève zu hören sein.

Barber wird in der Schweiz besonders als Komponist geschätzt, der emotionale Tiefe mit brillanter Virtuosität verbindet – eine Kombination, die sowohl beim Publikum als auch bei renommierten Interpreten wie Bridget Yee, Sebastian Bohren oder Gil Shaham grossen Anklang findet.

Stil und Charakter

Barbers Musik verbindet Einflüsse der europäischen Spätromantik mit einer unverkennbar amerikanischen Note. Während viele Komponisten seiner Generation die Tonalität aufgaben, hielt Barber an einer hoch expressiven, sanglichen Melodik fest. Seine Werke wirken oft nostalgisch und gleichzeitig modern, melancholisch und doch kraftvoll.


Beste weiterführende Links

  1. Samuel Barber (1910-1981): Konzert für Violine und Orchester op. 14 – Ausführliche Werkeinführung der Zuger Sinfonietta
  2. Gil Shaham spielt Barber – Luzerner Sinfonieorchester – Konzertankündigung mit interessanten Hintergründen zur Entstehung in Sils Maria
  3. Sebastian Bohren spielt Barber – Brugg Festival – Bericht zum Festivalauftakt 2025 mit dem Violinkonzert

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Personen
Samuel Barber
Samuel Barber war ein US-amerikanischer Komponist, aus dessen Werk bis heute insbesondere seine häufig als Filmmusik verwendete Komposition "Adagio for Strings" (1938, u. a. in "Platoon" 1986) bekannt ist. Er wurde am 9. März 1910 in West Chester, Pennsylvania in den Vereinigten Staaten geboren und verstarb mit 70 Jahren am 23. Januar 1981 in New York City. Sein Geburtstag jährte sich 2019 zum 109. Mal.
Samuel Barber
Quelle: geboren.am