San Bernardinopass – Alpenpass zwischen Graubünden und Tessin

Der San Bernardinopass ist einer der schönsten und traditionsreichsten Alpenübergänge der Schweiz. Er verbindet das bündnerische Hinterrhein mit dem Misox (Val Mesolcina) im Kanton Tessin und liegt auf 2 066 m ü. M. Die Passstrasse gilt als europäische Wasserscheide: Wasser, das auf der Nordseite abfliesst, gelangt über den Rhein in die Nordsee; Wasser auf der Südseite strömt über den Ticino und den Po ins Mittelmeer.

Wichtige Fakten

  • Höhe: 2 066 m ü. M.
  • Strecke: Splügen GR – San Bernardino GR – Bellinzona TI (ca. 60 km)
  • Max. Steigung: 12 %
  • Wintersperre: Oktober–Mai (Passstrasse); der San-Bernardino-Tunnel (A13) bleibt ganzjährig offen
  • Besonderheiten: Moesolasee auf der Passhöhe, altehrwürdiges Berghaus mit Café, beliebtes Ziel für Motorradfahrer und Alphornbläser

Sehenswürdigkeiten & Erlebnisse

  • Moesolasee & Berghaus – idyllischer See und Einkehrmöglichkeit direkt auf der Passhöhe
  • Alphorntreffen Nord/Süd – jährliches Treffen von über 40 Alphornbläsern (nächstes 19. August auf dem Gotthardpass)
  • Historische Passstrasse – kurvenreiche, asphaltierte Altstrasse mit eindrucksvoller Moränenlandschaft

Praktische Hinweise (Schweiz)

  • Verkehr: Kantonsstrasse 13 (nicht Nationalstrasse 13) benutzen, Höchstgewicht 18 t, Höchstbreite 2,3 m, Anhängerverbot für schwere Motorwagen
  • Zustand: Aktuelle Sperrungen und Öffnungszeiten unter alpen-paesse.ch prüfen
  • Zugang: Ab Bellinzona gut ausgebaute Nationalstrasse A13 nutzen, ab Splügen auf Kantonsstrasse 13 bleiben

  1. Dorfführer Hinterrhein – Walserdorf am San Bernardinopass
  2. Alpenpässe: San Bernardinopass – aktuelle Lage & Wintersperre
  3. Fuchs-on-Tour: Detaillierte Passbeschreibung & Routenvorschlag

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Pässe Schweiz
San Bernardinopass (2'065 m)
Die Besiedlung am Passübergang zwischen Misox und Hinterrhein ist schon in vorrömischer Zeit belegt. Nach Mitte des 13. Jh wanderten die ersten Walser Siedler von Süden her ins Rheinwald ein. Auf der Südseite des Passes wurde nach 1450 eine Kapelle erbaut und den heiligen Bernhardin von Siena geweiht, dessen Name sich dann auch auf den Pass übertrug. 1467 mussten sich die Inhaber von zwei Hofstätten neben der Kapelle zur Aufnahme von Reisenden, zum Wegunterhalt bis zur Passhöhe und zum Läuten der Glocke verpflichten.
San Bernardino Pass
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Quelle: IG Alpenpässe