Der Satans-Röhrling (Rubroboletus satanas)
Der Satans-Röhrling ist einer der bekanntesten Giftpilze unter den Röhrlingen. Aufgrund seines auffälligen Erscheinungsbildes und seiner Toxizität ist er ein wichtiges Objekt der mykologischen Weiterbildung, auch in der Schweiz.
Merkmale
- Hut: Die Farbe variiert von weisslich bis hellgrau; die Oberfläche blaut bei Berührung oder im Alter meist nicht direkt.
- Röhren: Gelblich bis orangerot gefärbt; verfärben sich bei Druck grünlich-blau.
- Stiel: Charakteristisch bauchig bis knollig. Er weist eine gelbe bis rötliche Netzzeichnung auf und zeigt bei Druck deutliche grün-blaue Verfärbungen.
- Fleisch: Weisslich bis gelblich, zeigt im Anschnitt eine schwache bläuliche Verfärbung.
Vorkommen und Bedeutung
In der Schweiz ist der Satans-Röhrling in verschiedenen Regionen nachgewiesen. Er wird regelmässig bei Bestimmungsabenden von Pilzvereinen (z. B. im Fricktal oder der Region March) thematisiert, um das Wissen über giftige Arten zu vertiefen. Er wächst bevorzugt in Laubwäldern auf kalkhaltigen Böden.
Wichtige Hinweise zur Verwechslung
Bei der Pilzsuche besteht Verwechslungsgefahr mit verschiedenen anderen Arten, die ebenfalls blaue Verfärbungen oder rote Stielnetze aufweisen können. Zu den potenziellen Verwechslungspartnern gehören:
- Falscher Satans-Röhrling (Rubroboletus legaliae / Boletus rubrosanguineus)
- Schönfuss-Röhrling (Caloboletus calopus) – ebenfalls nicht essbar, aufgrund seines bitteren Geschmacks.
- Purpur-Röhrlinge und weitere Vertreter der rotporigen Röhrlingsgruppen.
Hinweis: Da der Satans-Röhrling giftig ist, darf er unter keinen Umständen als Speisepilz gesammelt oder verzehrt werden. Bei Unklarheiten bezüglich der Bestimmung sollte stets ein Pilzkontrollorgan aufgesucht werden.
- Satans-Röhrling (Bachtelpilz.ch) – Detaillierte Beschreibung der Merkmale
- Giftige Röhrlinge – Wegweiser durch den Wald (Feuille-de-chene.ch)
- Pilz-Datenbank (Pilze-Basel.ch) – Übersicht regionaler Pilzvorkommen
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