Das Schlafapnoe-Syndrom: Eine Übersicht

Das Schlafapnoe-Syndrom (SAS) bezeichnet eine schlafbezogene Atmungsstörung, die durch wiederholte Atemaussetzer während der Nacht gekennzeichnet ist. In Deutschland ist das Krankheitsbild weit verbreitet, wobei Mediziner maßgeblich zwischen verschiedenen Formen unterscheiden.

Formen der Schlafapnoe

  • Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (OSAS): Dies ist die häufigste Form. Hierbei kommt es zu einer mechanischen Verengung der oberen Atemwege, oft begünstigt durch Adipositas und den schlafbedingten Verlust des Muskeltonus im Rachenbereich.
  • Zentrales Schlafapnoe-Syndrom (ZSAS): Im Gegensatz zur obstruktiven Form liegt hier keine mechanische Blockade vor. Die Ursache liegt in einer gestörten zentralnervösen Steuerung der Atmung.
  • Upper Airway Resistance Syndrom (UARS): Eine Vorstufe, bei der der Widerstand der Atemwege zwar erhöht ist, aber noch keine vollständigen Apnoen auftreten. Unbehandelt kann sich hieraus im Laufe der Jahre ein OSAS entwickeln.

Symptome und gesundheitliche Risiken

Betroffene leiden unter einer reduzierten Schlafqualität, da der Körper durch die Atemaussetzer immer wieder aus der Tiefschlafphase gerissen wird. Zu den Symptomen und Folgen zählen:

  • Starke Tagesschläfrigkeit und erhöhtes Unfallrisiko durch Sekundenschlaf.
  • Konzentrationsschwäche, Müdigkeit und Abgeschlagenheit.
  • Chronischer Bluthochdruck als häufige Begleiterscheinung.
  • Erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Diagnose und Behandlung in Deutschland

Die Diagnose erfolgt meist durch spezialisierte Fachärzte (Schlafmedizin). Ein ambulantes Schlafapnoemonitoring ist oft der erste Schritt; bei unklaren Befunden ist eine Untersuchung im Schlaflabor mittels Polysomnographie notwendig.

Die Therapie ist individuell anzupassen. Während operative Eingriffe (z. B. Zungenschrittmacher) bei bestimmten Patienten in Betracht gezogen werden, sind diese bei zentralen Formen meist nicht wirksam. Auch die Gewichtsreduktion kann bei adipösen Patienten den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.

Weiterführende Informationen

  1. Schlafapnoe-Syndrom (GesünderNet)
  2. Das zentrale Schlafapnoe-Syndrom (Dr. Ralf Siedenberg)
  3. Schlafapnoe Syndrom: Erkennen und Behandeln (MVZ Krause)
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Krankheiten
Schlafapnoe-Syndrom
Synonym: SAS Bei einem Schlafapnoe Syndrom (SAS) setzt die Atmung im Schlaf immer wieder kurzzeitig aus. Die Aussetzer dauern länger als zehn Sekunden und treten zehnmal oder öfter pro Stunde Schlaf auf. Es kommt zu körperlichen Weckreaktionen, in denen Betroffene kräftig Luft holen, oft explosionsartig. Die meisten Betroffenen schnarchen und bemerken die Atemaussetzer und Weckreaktionen nicht. Diese stören den Schlaf aber stark. Viele Betroffene haben morgens Kopfschmerzen und fühlen sich abgeschlagen. Die meisten sind tagsüber müde, neigen zu ungewolltem Einschlafen, können sich schlecht konzentrieren und schwer Dinge merken. Langfristig erhöht ein Schlafapnoe Syndrom viele gesundheitliche Risiken. So steigt etwa die Gefahr von Bluthochdruck, Herzinfarkten und Schlaganfällen. Zur Entstehung tragen mehrheitlich Übergewicht und verengte Atemwege durch körperliche Besonderheiten bei. Schlafapnoe gehört zu den Schlafstörungen und dort in die Gruppe der schlafbezogenen Atmungsstörungen. Mindestens 3 von 100 Erwachsenen sind betroffen. Je nach Schwere kommen allgemeine Massnahmen, Beatmungsgeräte, Stützschienen für den Rachen und Operationen als Therapien in Betracht.