Seachange Band

Seachange – Die britische Indie-Band aus Nottingham

Überblick

Seachange war eine britische Independent-Band aus Nottingham, die zwischen 1998 und 2007 aktiv war. Die Gruppe um Sänger und Gitarrist James Vyner und Bassistin Ruth Habbin verband melancholischen Indie-Rock mit experimentellen und teilweise noise-lastigen Elementen. Ihr Sound wurde häufig mit Bands wie Mogwai, Slint, The Breeders oder frühem Interpol verglichen. Trotz großer künstlerischer Anerkennung und einer treuen Fanbase blieb der kommerzielle Erfolg überschaubar.

Die Band veröffentlichte zwei Studioalben:

  • Lay of the Land (2001)
  • On Fire (2004)

Besonders das zweite Album wurde von der Kritik hochgelobt. Ihr bekanntestes Konzert in Deutschland spielte Seachange 2004 im Rahmen des WDR-Rockpalast, welches später als Live-Album Live at the Rockpalast veröffentlicht wurde.

In einem rückblickenden Interview auf sellfish.de erklärte James Vyner offen die Gründe für die Auflösung der Band: Mit Ende 20 und Anfang 30 sei der finanzielle Druck zu gross geworden. Obwohl die Band künstlerisch sehr stolz auf ihre Arbeit war, konnte er nicht akzeptieren, dass Seachange nur noch ein Teilzeitprojekt oder Hobby werden sollte. „Es ist zwar nicht besonders Rock ’n’ Roll das zu sagen, aber wir haben mit Seachange fast nie wirklich Geld verdient“, so Vyner. Dennoch bereut er die Entscheidung nicht grundsätzlich und ist bis heute stolz auf die Songs und Konzerte der Band.

Bezug zur Schweiz

Obwohl Seachange selbst nie nennenswert in der Schweiz auftrat, taucht der Begriff „Seachange“ im Schweizer Kontext vor allem in anderen Bereichen auf:

  • SeaChange® von Hawesta (heute Teil der Deutsche See Gruppe) ist eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie für verantwortungsvolle Fischwirtschaft und trägt das MSC-Siegel. Die Initiative ist in der Schweiz relativ bekannt.
  • Das Seachange Project (Südafrika) arbeitet mit Schweizer Partnern und Ocean-Summit-Veranstaltungen zusammen und wurde durch die Oscar-prämierte Dokumentation Mein Lehrer, der Krake (My Octopus Teacher) auch hierzulande einem breiteren Publikum bekannt.
  • Verschiedene Schweizer Unternehmen und Projekte (z. B. im maritimen Bereich oder bei Kinderbüchern) nutzen den englischen Begriff „Sea Change“ im Sinne von tiefgreifendem Wandel.

Beste weiterführende Links

  1. Seachange Interview – sellfish.de – Ausführliches und sehr persönliches Abschlussinterview mit James Vyner
  2. SeaChange® Nachhaltigkeitsstrategie – Hawesta – Die Schweiz-relevante Nachhaltigkeitsinitiative im Fischbereich
  3. Ocean Summit meets Seachange Project – Interessantes Hintergrundgespräch zum preisgekrönten Oktopus-Dokumentarfilm und dem Seachange Project

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Seachange
Zunächst lief alles so rasant wie klassisch. Juveniler, drängender Indie-Rock. Mit Geige. Und Akzent. Wow. Auftritte mit Idlewild und ...Trail of Dead. Matador schlägt zu und signt Seachange als erste englische Band seit Äonen. Dan Eastops grossartige Stimme, das Changieren zwischen sauer und Trauer, Johanna Cormacks sägende singende Geige, die Laut-Leise-Dynamik.
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Quelle: wdr.de