Sicilian Ghost Story: Eine poetische Aufarbeitung eines Mafia-Verbrechens
„Sicilian Ghost Story“ (2017) ist ein eindringliches Filmdrama der Regisseure Fabio Grassadonia und Antonio Piazza. Der Film verbindet auf einzigartige Weise die brutale Realität eines realen Mafia-Verbrechens mit einer poetischen, fast schon abstrakten Erzählweise.
Hintergrund und Handlung
Der Film basiert auf einem erschütternden wahren Ereignis: dem Schicksal eines 13-jährigen Jungen namens Giuseppe, dessen Vater als Informant gegen die Mafia aussagte. Als Vergeltung wurde der Junge entführt und zwei Jahre lang festgehalten, bevor er ermordet wurde.
Die Handlung folgt jedoch nicht nur der Perspektive des Opfers, sondern konzentriert sich auf die Suche einer jungen Freundin nach ihm. Sie begibt sich in eine dunkle, mysteriöse Welt, in der ein See als metaphorischer Eingang zu einer Unterwelt fungiert. Der Film zeichnet sich durch eine visuelle Ästhetik aus, die naturalistische Gewalt mit bildgewaltiger Poesie kontrastiert.
Schweiz-Bezug
Die Schweizer Filmbranche war maßgeblich an der Entstehung dieses Werks beteiligt. Die Produktionsfirma Ventura Film SA aus dem Tessin fungierte als Koproduzentin. Zudem war die RSI (Radiotelevisione svizzera) an der Realisierung des Films beteiligt. Damit unterstreicht das Projekt die internationale Vernetzung der Schweizer Filmproduktion bei anspruchsvollen europäischen Koproduktionen.
Wichtige Fakten auf einen Blick
- Regie: Fabio Grassadonia & Antonio Piazza
- Produktion: Koproduktion unter Beteiligung von Ventura Film SA (CH) und der RSI
- Premiere: Semaine de la critique, Cannes
- Stil: Mischung aus gesellschaftskritischem Drama und poetischem Fantasy-Stil
Beste Links zum Thema
- Ventura Film SA – Offizielle Projektseite
- Cinema Bellevaux – Filmanalyse und Hintergründe
- Semaine de la critique – Programmarchiv (Cannes)
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