Übersicht: Der Film „Slumming“ und sein Bezug zur Schweiz

Der Film Slumming (2005) ist eine österreichisch-schweizerische Koproduktion unter der Regie von Michael Glawogger. Das Werk zeichnet sich durch eine düstere, melancholische Erzählweise aus und fand auch in der Schweizer Film- und Kritikerszene Beachtung.

Inhalt und Handlung

Der Film porträtiert eine Welt, in der die Protagonisten den Bezug zur Realität verlieren. Die Handlung setzt ein, als der Franzose Franz Kallmann an einem Bahnhof erwacht und feststellt, dass er niemanden mehr versteht und seine eigene Identität ihm fremd geworden ist. Verantwortlich für seine Lage sind Sebastian und Alex, die den betrunkenen Mann von Bahnhof zu Bahnhof entführt haben. Im Verlauf des Films verlieren die Entführer zunehmend die Kontrolle über ihr eigenes Leben und ihre Fähigkeit, die Welt um sich herum zu begreifen.

Schweizer Beteiligung

Obwohl es sich um eine Produktion von Lotus Film (Wien) handelt, war das Schweizer Produktionshaus Dschoint Ventschr massgeblich an der Entstehung beteiligt. Die Verknüpfung zur Schweiz zeigt sich insbesondere in der technischen und musikalischen Umsetzung:

  • Schnitt: Christof Schertenleib (Schweizer Filmeditor) zeichnete für den Schnitt verantwortlich.
  • Ton: Der Ton wurde von Luc Yersin betreut.
  • Musik: Die Filmmusik ist eine Zusammenarbeit von Peter von Siebenthal (Bern) und dem Berner Elektronik-Produzenten Daniel Jakob (bekannt als Dejot oder Dubokaj). Beide sind feste Größen in der Schweizer Film-Musik-Szene.

Rezeption und Verbreitung

  • Festivals & Filmreihen: Slumming wurde unter anderem im Rahmen der Berlinale 2006 präsentiert. In der Schweiz fand der Film Eingang in Programmkinos, wie etwa das Zürcher Kino Xenix, wo er im Rahmen einer Filmreihe zum Thema „Treibstoff Alkohol“ gezeigt wurde.
  • Kritik: Der Film wird oft als psychologisches Kammerspiel wahrgenommen, das soziale Isolation und Entfremdung thematisiert. Er wurde zudem in Schweizer Medien wie dem Filmpodcast von sennhausersfilmblog.ch besprochen und analysiert.

  1. Slumming bei SWISS FILMS – Offizielle Informationsseite mit Cast, Crew und Streaming-Optionen.
  2. Filmmusik von Peter von Siebenthal – Einblick in die musikalische Arbeit der Berner Beteiligten.
  3. Dejot (Daniel Jakob) – Profil bei Prolog Music – Porträt des Schweizer Komponisten, der maßgeblich am Soundtrack beteiligt war.

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Slumming
Slumming
Austria / Switzerland, January 2006
Franz Kallmann wacht eines Morgens auf und findet sich in einer Welt wieder die er nicht kennt. Er versteht niemanden, niemand weiss, wer er ist und der Bahnhof vor seiner Nase scheint kleiner geworden zu sein. Sebastian und Alex waren es, die den betrunkenen Mann von einem Bahnhof zum anderen, von einem Land ins andere entführten. Auch sie werden bald Schwierigkeiten haben einander und ihre Welt zu verstehen.
von Michael Glawogger
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Quelle: swissfilms.ch