Die Sperrstelle Challhöchi: Verteidigungslinie im Schweizer Jura

Die Sperrstelle Challhöchi (Sperrstelle Nr. 4416) war ein integraler Bestandteil des Schweizer Verteidigungskonzepts im Zweiten Weltkrieg. Sie diente der Sicherung des strategisch wichtigen Übergangs über den Jura, insbesondere im Kontext der Achse Sissach–Hauenstein–Olten, welche durch eine Kette hintereinander liegender Sperrstellen (u.a. Diepflingen, Läufelfingen, Trimbach) geschützt wurde.

Geografische Lage und strategische Bedeutung

Die Anlagen befinden sich im Grenzgebiet zwischen den Kantonen Solothurn (SO) und Basel-Landschaft (BL), nahe dem Passübergang Challhöchi und der Challflue. Zusammen mit weiteren Sperrstellen in der Region, wie etwa der Sperrstelle Angenstein, bildete sie ein Verteidigungsnetz für die kritischen Aufmarschachsen südlich der Jurakette.

Wichtige militärische Objekte

Die Sperrstelle umfasste mehrere fest installierte Infanteriewerke und Beobachtungsposten, die den Fahrweg von Ifenthal zur Challhöchi sowie die Verbindung zur Belchenflue überwachten:

  • A3575 Infanteriebunker Challhöchi West: Ein zweigeschossiges, in den Hang gebautes Werk, das sich südwestlich der Passhöhe im Wald befindet.
  • A3574 Infanteriebunker Challhöchi Ost: Lokal bekannt unter dem Namen „Chalet“.
  • A3576 Ik-Schild Challhöchi Südost: Umfasste einen Beobachtungsposten sowie ein Maschinengewehr (Mg) im Untergeschoss.

Heutiger Status

Viele der Anlagen sind heute stillgelegt, werden jedoch teilweise durch militärhistorische Vereine (wie den Verein Festungswerke Solothurn) betreut. Diese Vereine sichern den Erhalt der Bauten und führen gelegentlich Besichtigungen durch, um die Geschichte der Schweizer Landesverteidigung und das Reduit-Konzept einem breiten Publikum zugänglich zu machen.


  1. Challhöchi - festung-oberland.ch – Detaillierte Informationen zur Sperrstelle 4416 inklusive Objektverzeichnis.
  2. Rückblick: Tag der offenen Bunkertüren auf der Challhöchi (fw-so.ch) – Einblicke in die Erhaltung und Besichtigung der Bunker „Chalet“ (Ost) und „West“.
  3. Bunker - Offiziersgesellschaft beider Basel (ogbb.ch) – Kontextuelle Einordnung der regionalen Verteidigungslinien im Jura (u.a. Challhöchi und Angenstein).

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Sperrstelle Challhöchi (BL)
Eine Westumgehung des Hauensteins über Challhöchi wurde mit der dortigen Sperrstelle gesichert. Sie bestand aus den zwei Geländepanzerhindernissen (GPH) «Challhöchi Ost» und «Challhöchi», einer Strassenbarrikade (vor A 3575) sowie den sich dahinter befindenden Infanteriebunkern «Challhöchi Ost» A 3574, «Challhöchi West» A 3575, «Challhöchi Südwest» A 3576 mit Unterstand A 3577.
Sperrstelle Challhöchi
KImehr über Sperrstelle Challhöchi
Quelle: Wikipedia