St. Jakobs-Denkmal

St. Jakobs-Denkmal – Das zentrale Schlachtdenkmal der Schweizer Nationalgeschichte

Das St. Jakobs-Denkmal in Basel erinnert an die Schlacht bei St. Jakob an der Birs vom 26. August 1444. In dieser Schlacht stellten sich rund 1.500 bis 2.000 eidgenössische Kämpfer – vorwiegend Basler und Solothurner – einer mehr als zehnfach überlegenen Armee des französischen Königs Karl VII. (Armagnaken) entgegen. Obwohl die Eidgenossen fast vollständig aufgerieben wurden, gelang es ihnen, den Vormarsch der Invasoren entscheidend zu verzögern. Die Schlacht gilt als eines der blutigsten und zugleich identitätsstiftendsten Ereignisse der Alten Eidgenossenschaft.

Das heutige Denkmal wurde 1824 eingeweiht und ersetzte ein früheres, kleineres Erinnerungsmal. Es handelt sich um einen neugotischen Sandsteinpfeiler, der ursprünglich von einer Helvetia-Figur gekrönt war, die von Kriegern umgeben war. Das Denkmal stand ursprünglich in unmittelbarer Verbindung mit dem Sommercasino, einem gesellschaftlichen und patriotischen Zentrum Basels. Beide bildeten ein Ensemble aus Patriotismus, bürgerlicher Geselligkeit und Geschichtspflege.

Das erste Denkmal verwitterte relativ schnell. Im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts wurde das St. Jakobs-Denkmal mehrfach restauriert und leicht umgestaltet. Heute steht es auf dem Gelände des heutigen St. Jakob-Parks (in der Nähe des Fussballstadions) und bleibt ein zentraler Erinnerungsort schweizerischer Wehrhaftigkeit und Opferbereitschaft.

Historische Bedeutung in der Schweiz

Die Schlacht von St. Jakob an der Birs wird in der Schweizer Geschichtserzählung oft in eine Reihe mit Morgarten, Sempach und Laupen gestellt. Sie symbolisiert den Willen einer kleinen, aber entschlossenen Eidgenossenschaft, sich gegen übermächtige ausländische Mächte zu verteidigen. Das Denkmal dient bis heute als Ort patriotischer Gedenkveranstaltungen und wird vor allem von historischen Vereinen und Traditionsgruppen besucht.

Im Kontext aktueller Schweizer Denkmaldebatten (wie die Kippen des Lueger-Denkmals in Wien oder die Errichtung neuer Mahnmale für NS-Opfer in Rust) bleibt das St. Jakobs-Denkmal weitgehend unumstritten. Es wird primär als historisches Zeugnis des 15. Jahrhunderts und nicht als Verherrlichung von Krieg gesehen.

Beste 3 Links:

  1. Das Sommercasino mit dem St. Jakobs-Denkmal – Detaillierte historische Darstellung und Bildmaterial der Forschungsplattform Stadt.Geschichte.Basel

  2. St. Jakobs-Denkmal auf kartenplanet.ch – Historische Ansichtskarten und visuelle Dokumentation des Denkmals

  3. Denkmal für Karl Sarasin und Bezug zum St. Jakobs-Denkmal – Hintergrundinformationen zur Entstehungsgeschichte und zum Schöpfer des heutigen Denkmals

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Das St. Jakobs-Denkmal ist ein Denkmal in Basel in Erinnerung an die Schlacht bei St. Jakob an der Birs von 1444. Es wurde von Ferdinand Schlöth geschaffen und 1872 in Basel aufgestellt.
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Quelle: Wikipedia