St. Jakobs-Denkmal

St. Jakobs-Denkmal in Basel – Ein nationales Schweizer Erinnerungsmal

Das St. Jakobs-Denkmal in Basel erinnert an die Schlacht bei St. Jakob an der Birs vom 26. August 1444. In dieser blutigen Auseinandersetzung während des Alten Zürichkriegs stellten sich rund 1.500 bis 2.000 Schweizer Eidgenossen (vor allem aus den Kantonen Basel, Bern, Solothurn und Luzern) einer übermächtigen französischen Armee unter dem Dauphin (später Ludwig XI.) entgegen. Obwohl die Eidgenossen militärisch unterlagen, wurde ihr heldenhafter Widerstand bis zum letzten Mann in der Schweizer Geschichtsschreibung zu einem Symbol für Tapferkeit, Opferbereitschaft und Unabhängigkeitswillen.

Das Denkmal selbst steht an der St. Jakob-Strasse in Basel, unmittelbar beim historischen Schlachtfeld und in der Nähe des heutigen Sevogelplatzes. Es handelt sich um ein monumentales, 1892 eingeweihtes Werk des Basler Bildhauers Ferdinand Schlöth. Die zentrale Figur ist ein sterbender eidgenössischer Bannerträger, der das Bundesbanner schützend über sich hält – eine der ikonischsten Darstellungen eidgenössischen Heldentums im 19. Jahrhundert.

Historischer und kultureller Kontext in der Schweiz

Das St. Jakobs-Denkmal gehört zu den bedeutendsten nationalen Denkmälern der Schweiz im 19. Jahrhundert. Es steht in einer Reihe mit dem Tell-Denkmal in Altdorf, dem Vadian-Denkmal in St. Gallen oder dem Reformationsdenkmal in Genf. Während viele Schweizer Denkmäler reformatorische oder mythische Figuren ehren, verkörpert das Basler Denkmal den mittelalterlichen Wehrwillen der Eidgenossenschaft.

In Basel-Stadt hat das Denkmal bis heute eine starke identitätsstiftende Wirkung. Es liegt in einem Quartier, das durch natursichtige und farbige Fassadengestaltungen geprägt ist. Die Kantonale Denkmalpflege Basel-Stadt organisiert regelmässig Führungen unter dem Titel „Material macht Farbe: Zwischen Sevogelplatz und St. Jakobs-Denkmal“, die das Zusammenspiel von Denkmal, Architektur und städtischer Baukultur thematisieren.

Verwandte Denkmalkultur in der Schweiz

Die Schweiz verfügt über eine reiche Denkmallandschaft, die sowohl nationale als auch regionale Erinnerung pflegt:

  • Das Vadian-Denkmal in St. Gallen ehrt den Reformator Joachim von Watt.
  • In Schleitheim (SH) entstand ein modernes Denkmal zum 500-jährigen Jubiläum des Schleitheimer Bekenntnisses der Täuferbewegung.
  • Die Burgruine Grimmenstein in St. Margrethen (SG) wird durch die Stiftung Baustelle Denkmal gesichert und erlebte 2024 weitere Restaurierungsarbeiten.
  • In Basel selbst steht das Karl-Sarasin-Denkmal beim St. Alban-Tor, das den Begründer der äusseren Basler Grünanlagen würdigt.

Diese Beispiele zeigen, wie Denkmäler in der Schweiz sowohl historische Ereignisse als auch gesellschaftliche Werte (Freiheit, Reformation, Minderheitenschutz, Natur- und Baukultur) sichtbar machen.

Beste weiterführende Links:

  1. Material macht Farbe: Zwischen Sevogelplatz und St. Jakobs-Denkmal – Führung der Kantonalen Denkmalpflege Basel-Stadt
  2. Von der St. Jacob’s Vorstadt zur Sankt Jakobs-Gesellschaft – Historischer Kontext der St. Jakobs-Tradition in der Schweiz
  3. Denkmal für Karl Sarasin und Erwähnung des St. Jakobs-Denkmals – Lokale Basler Denkmalkultur

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Das St. Jakobs-Denkmal ist ein Denkmal in Basel in Erinnerung an die Schlacht bei St. Jakob an der Birs von 1444. Es wurde von Ferdinand Schlöth geschaffen und 1872 in Basel aufgestellt.
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Quelle: Wikipedia