Standby-Modus: Energieeffizienz, IT-Lösungen und Praxistipps in der Schweiz

Der Begriff „Standby“ findet in der Schweiz in sehr unterschiedlichen Kontexten Verwendung – von der privaten Stromsparmaßnahme im Haushalt bis hin zu spezialisierten IT-Lösungen für Hochverfügbarkeit. Diese Übersicht beleuchtet die wichtigsten Aspekte.

1. Standby im Haushalt: Energie und Kosten sparen

In Schweizer Haushalten wird ein erheblicher Teil des Stroms durch Geräte verbraucht, die sich im Standby-Modus befinden.

  • Verbrauch: Laut Messungen des Bundesamtes für Energie (BFE) liegt der gesamte Standby-Verbrauch eines durchschnittlichen Haushalts bei etwa 20 bis 120 Watt (häufigste Werte: 50 bis 80 Watt). Dies kann in der Schweiz bis zu 10 % des gesamten Stromverbrauchs ausmachen.
  • Identifikation: Zu den „Stromfressern“ gehören oft Fernseher, Laptops und andere Dauerverbraucher. Online-Tools wie Stromkosten-Rechner helfen dabei, die Kosten für den Standby-Verbrauch basierend auf dem individuellen Strompreis zu ermitteln.
  • Optimierung:
    • Schaltbare Steckerleisten: Diese reduzieren den Verbrauch bei nicht genutzten Geräten um bis zu 90 %.
    • Konsequentes Ausschalten: Geräte sollten bei Nichtgebrauch physisch vom Stromnetz getrennt werden, sofern kein An-/Aus-Schalter vorhanden ist.

2. Spezialisierte Anwendungen: IT und Technik

Abseits der Energieeinsparung ist der Begriff „Standby“ in der Schweizer Wirtschaft ein technischer Fachbegriff:

  • IT-Infrastruktur (Dbvisit Standby): Im Schweizer IT-Markt wird „Dbvisit Standby“ als kosteneffiziente Alternative zu Oracle Data Guard genutzt. Es ermöglicht Unternehmen eine hohe Datenbankverfügbarkeit bei gleichzeitig massiver Einsparung (bis zu 80 %) an Oracle-Lizenzkosten.
  • Camper-Elektrik: Für Wohnmobile existieren spezielle Lösungen wie der „Standby Charger Pro“. Dieser sorgt dafür, dass die Starterbatterie automatisch über die Lithium-Batterie geladen wird, um Startprobleme zu vermeiden.
  • Personaldienstleistungen: Unter dem Namen „standby-Profis“ agiert ein Franchise-System, das sich auf Zeitarbeit und Personaldienstleistungen spezialisiert hat und nicht mit technischem Standby-Stromverbrauch in Verbindung steht.

Fazit für Schweizer Konsumenten

Während im IT- und Camping-Bereich „Standby“ für Funktionalität und Sicherheit steht, ist der Standby-Modus bei Heimelektronik meist ein versteckter Kostenfaktor. Eine regelmäßige Inventur der angeschlossenen Geräte und der Einsatz von schaltbaren Steckdosenleisten sind einfache, aber effektive Maßnahmen, um die jährliche Stromrechnung spürbar zu senken.


  1. Stromkosten-Rechner: Verbrauch, Nutzung und Standby – Ideal zur Berechnung des eigenen Standby-Verbrauchs in der Schweiz.
  2. Standby-Stromfresser im Haushalt erkennen und vermeiden – Tipps zur Identifikation und Eliminierung von versteckten Stromverbrauchern.
  3. Standby-Modus: Tipps zur Reduktion Ihres Stromverbrauchs (EB-ElektroBau) – Fachliche Hinweise zur effizienten Nutzung von Steckdosenleisten.

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