Porträt: Der Stoppelige Drüsling (Exidia truncata)

Der Stoppelige Drüsling, auch bekannt als Abgestutzter Drüsling, ist ein charakteristischer Gallertpilz, der vor allem durch seine gallertartige Konsistenz und sein Vorkommen an totem Laubholz auffällt.

Wissenschaftliche Einordnung und Nomenklatur

Es herrscht in der Fachwelt oft Verwirrung bezüglich der Benennung. Früher wurde der Name Exidia glandulosa häufig für den Warzigen Drüsling verwendet. Heute setzt sich zunehmend die Bezeichnung Exidia truncata (Abgestutzter Drüsling) durch, um ihn klar vom Warzigen Drüsling (Exidia plana) abzugrenzen.

Merkmale

  • Aussehen: Der Fruchtkörper ist dunkel (schwarz bis schwarzbraun) und besitzt eine gallertartige, elastische Textur. Bei Feuchtigkeit steht er deutlich vom Substrat ab; im trockenen Zustand zieht er sich stark zusammen.
  • Oberfläche: Die Oberseite ist meist mattglänzend und weist körnig-warzige Drüsen auf, denen er seinen Namen „Stoppeliger Drüsling“ verdankt.
  • Vorkommen: Der Pilz ist in ganz Europa weit verbreitet. Er wächst ganzjährig als Schwächeparasit oder Saprobiont (Zersetzer) an verschiedenen Laubbäumen wie Eichen, Buchen, Eschen und Pappeln. In der Schweiz sowie im angrenzenden süddeutschen Raum findet man ihn häufig in Misch- und Laubwäldern an abgestorbenem Holz.

Speisewert und Toxikologie

  • Status: Der Pilz gilt als ungenießbar.
  • Wichtiger Hinweis: Aufgrund seiner Ähnlichkeit zu anderen dunklen Gallertpilzen (z. B. Warziger Drüsling, Kandisbrauner Drüsling, Schmutzbecherling) und der Tatsache, dass er keinen kulinarischen Nutzen bietet, sollte von einem Verzehr konsequent abgesehen werden. Es gibt keine Verzehrfreigabe.

Verwechslungsgefahren

Da es viele schwarze oder dunkelbraune Gallertpilze gibt, ist eine sichere Bestimmung oft nur durch mikroskopische Untersuchung oder Expertenkenntnis möglich. Zu den häufigsten Verwechslungskandidaten zählen:

  • Warziger Drüsling (Exidia plana): Kleiner, eher hirnartig geformt und flächig am Substrat wachsend.
  • Kandisbrauner Drüsling (Exidia saccharina): Eher gelb- bis rotbraun gefärbt.
  • Schmutzbecherling (Bulgaria inquinans): Wächst ebenfalls gerne an Eichenholz und kann morphologisch ähnlich wirken.

Hilfreiche weiterführende Informationen

  1. Abgestutzter Drüsling - Fungiversum: Ausführliche Informationen zu Merkmalen und Abgrenzung zu anderen Gallertpilzen.
  2. Stoppeliger Drüsling - 123pilze.de: Detaillierte Einordnung der wissenschaftlichen Namensgebung und Verwechslungsmöglichkeiten.
  3. Gelatinöse Pilze - NABU: Praktische Beobachtungen zum Vorkommen an Totholz im Mischwald.

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