Übersicht: Sans-Papiers in der Schweiz – Beratung, Sensibilisierung und Medienarbeit

Die Lebenssituation von Menschen ohne geregelten Aufenthaltsstatus (Sans-Papiers) in der Schweiz ist geprägt von rechtlichen und sozialen Zwischenräumen. Organisationen in der ganzen Schweiz bieten nicht nur Beratungsdienste an, sondern nutzen auch kulturelle Formate wie Filmvorführungen und Publikationen, um die Öffentlichkeit für die prekäre Lage dieser Menschen zu sensibilisieren.

Kernbereiche der Arbeit

  • Beratung und Unterstützung: Fachstellen in Kantonen wie Zürich, Bern, St. Gallen und Basel bieten Unterstützung in rechtlichen, sozialen und gesundheitlichen Fragen an. Sie fungieren als Anlaufstellen für Migrant*innen, die keinen legalen Aufenthaltsstatus besitzen.
  • Gesundheitsversorgung: Die „Nationale Plattform Gesundheitsversorgung für Sans-Papiers“ koordiniert den Zugang zu medizinischer Versorgung, da das Gesundheitssystem für Menschen ohne Papiere oft schwer zugänglich ist.
  • Kultur und Sensibilisierung: Filme und Broschüren – wie etwa das Projekt „Zwischenräume“ des Sans-Papiers-Kollektivs Bern – dienen dazu, die persönlichen Geschichten und den Alltag von Sans-Papiers in der Schweiz sichtbar zu machen. Diese Formate werden oft in Kinos oder öffentlichen Diskussionsräumen genutzt, um den gesellschaftlichen Dialog zu fördern.
  • Politische Vernetzung: Überregionale Plattformen wie die Plateforme sans-papiers Suisse vernetzen Akteure und setzen sich für politische Ziele ein, wie etwa die Erleichterung des Zugangs zu einem legalen Aufenthaltsstatus oder die Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Wichtige Anlaufstellen und Ressourcen

Die schweizweite Struktur ist dezentral organisiert. Während lokale Anlaufstellen den direkten Kontakt pflegen, sorgen nationale Plattformen für den Austausch zwischen den Kantonen und die politische Interessenvertretung. Themen wie die „Euromärsche“, Arbeitsrechtshilfe oder der Zugang zu beruflicher Bildung stehen dabei im Fokus der Arbeit.


  1. Plateforme sans-papiers Suisse – Die nationale Dachorganisation für Vernetzung und politische Interessenvertretung.
  2. Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers – Bietet neben Beratung auch Einblicke durch kulturelle Projekte wie Filmvorführungen und Publikationen.
  3. Nationale Plattform Gesundheitsversorgung für Sans-Papiers – Zentrale Anlaufstelle für den Zugang zu medizinischer Hilfe in der gesamten Schweiz.

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Swiss Sans-Papiers
Swiss Sans-Papiers
Switzerland, April 2006
90’000 Menschen ohne Aufenthaltsbewilligung leben und arbeiten laut einer Studie des Bundesamts für Migration in der Schweiz. Andreas Hoessli hat eine Reise in diesen seltsamen «Untergrund» unternommen. In der Deutschschweiz will es niemand riskieren, offen vor der Kamera zu sprechen. In der französischen Schweiz ist die Stimmung toleranter, Sans Papiers sprechen zum ersten Mal über ihr Leben als «Illegale», über die Gründe, warum sie in die Schweiz gekommen sind – und über ihre Versuche, ihre Situation zu legalisieren.
von Andreas Hoessli
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Quelle: swissfilms.ch