Tambour Battant: Eine schweizerische Filmkomödie im Fokus

Der Spielfilm Tambour battant (2019) des Regisseurs François-Christophe Marzal ist eine humorvolle und zugleich tiefgründige Komödie, die tief in der Schweizer Kultur verwurzelt ist. Der Film gilt als einer der erfolgreichsten Romand-Spielfilme der letzten Jahre.

Handlung und Hintergrund

Die Geschichte spielt im Frühjahr 1970 in dem fiktiven Walliser Dorf Monchoux. Das Dorf ist in einem Zustand des gesellschaftlichen Umbruchs, der sich in drei Konfliktlinien manifestiert:

  • Politischer Wandel: Die Debatte über das Frauenstimmrecht spaltet die Dorfgemeinschaft.
  • Soziale Integration: Das Ringen zwischen ausländerfeindlichen Tendenzen und dem Wunsch nach Integration.
  • Musikalische Rivalität: Der zentrale Konflikt entbrennt zwischen Aloys und Pierre, die beide ihre jeweilige Musikgesellschaft zum Ruhm führen wollen.

Regisseur Marzal verarbeitet in der Komödie, die von Kritikern als „Film, der kratzt und streichelt“ bezeichnet wird, typische Schweizer Themen. Er nimmt sich dabei humorvoll der konservativen Walliser Mentalität der 70er Jahre an, was dem Film eine satirische Note verleiht. Obwohl er die „Wildheit“ und Starrheit der Dorfbewohner porträtiert, wurde der Film gerade im Wallis und in der Westschweiz vom Publikum begeistert aufgenommen.

Produktion und Besetzung

Der Film, produziert von Point Prod, besticht durch eine prominente Schweizer Besetzung, darunter:

  • Regie: François-Christophe Marzal
  • Hauptdarsteller: Pierre Mifsud, Pascal Demolon, Sabine Timoteo, Amélie Peterli, Roland Vouilloz und Jean-Luc Bideau.
  • Genre: Komödie
  • Laufzeit: ca. 90 Minuten

Bedeutung für das Schweizer Kino

Tambour battant wurde im Rahmen des Förderprogramms von Cinéforom unterstützt und gehört heute zu den cineastischen Werken, die den Wandel der Schweizer Gesellschaft im 20. Jahrhundert auf unterhaltsame Weise reflektieren. Er ist regelmäßig in Programmen zur Sichtbarkeit des Schweizer Films (z.B. auf Play Suisse) vertreten.


Empfohlene Quellen

  1. Cinéforom – Hintergrund und Details zum Film
  2. Sennhausers Filmblog – Besprechung im SRF-Filmpodcast
  3. AUX ARTS ETC. – Analyse zur Bedeutung und Rezeption

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Tambour battant
Tambour battant
Switzerland, June 2019
Im Frühjahr 1970 erlebt ein kleines Dorf im Wallis ungewöhnliche Turbulenzen. Liegt es an der eidgenössischen Abstimmung über das Frauenstimmrecht? Oder an der bevorstehenden Überfremdungsinitiative? Nein, es ist noch schlimmer: Die Blaskappelle ist am Auseinanderfallen! Die eine Hälfte des Dorfes gibt Aloys die Schuld, die andere dagegen Pierre. Was als musikalischer Konflikt beginnt, führt bald zur politischen Auseinandersetzung und weitet sich gar auf die Liebe aus.
von François-Christophe Marzal
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Quelle: swissfilms.ch