Tatau: Die Kunst des samoanischen Tätowierens und seine kulturelle Bedeutung

Das Wort „Tattoo“ leitet sich vom samoanischen Begriff „Tatau“ ab. Es handelt sich hierbei um weit mehr als reinen Körperschmuck; es ist ein jahrtausendealtes Ritual, das die körperliche und spirituelle Reise eines Menschen markiert und eng mit sozialer Stellung, Tapferkeit und Identität verknüpft ist.

Kulturelle Wurzeln und Praxis

  • Tradition: In Samoa wird das Tattoo-Handwerk noch heute in Teilen mit traditionellen Methoden ausgeführt, bei denen die Muster in die Haut gehämmert werden.
  • Bedeutung: Das Tatau symbolisiert das „Fa’a Samoa“ – den samoanischen Weg. Es wird angenommen, dass die Zeichen das Schicksal des Trägers beeinflussen können.
  • Erlebbarkeit: Besucher können im „Apia Cultural Village“ auf Samoa Einblicke in diese Kunstform gewinnen, die dort neben dem Schnitzen von Artefakten einen zentralen Bestandteil des kulturellen Erbes darstellt.

Verbindung zur Schweiz und Filmkultur

Die Faszination für das samoanische Tatau reicht bis in die Schweiz:

  • Dokumentarfilm: Die Zürcher Produktionsfirma Mesch & Ugge AG hat sich in ihrem Dokumentarfilm „Tattoo – Für immer und fast ewig“ intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Der Film beleuchtet den deutschen Tätowierer Tomasi Sulu’ape, der sein Wissen über die spirituelle Bedeutung der Zeichen über Jahre hinweg in Samoa erlernt hat.
  • Reisebezug: Schweizer Reisende, die sich für die polynesische Kultur interessieren, finden über Reiseanbieter wie Ozeania Reisen fundierte Informationen zu den kulturellen Hintergründen des Tatau und den besten Orten auf Samoa (insbesondere rund um die Hauptstadt Apia), um diese Tradition hautnah zu erleben oder sich selbst tätowieren zu lassen.
  1. Tattoo - Für immer und fast ewig (Mesch & Ugge, Zürich)
  2. Savai'i & Samoas Kultur (Ozeania Reisen AG)
  3. 22 interessante Fakten über Samoa (Millionenfakten)

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Tatau Samoa
Tatau Samoa
Germany / Switzerland, December 2000
Ein Film über die Wurzeln des Tätowierens. Kurz vor dem geplanten Drehbeginn wird der wichtigste Protagonist, der polynesische Tattau-Meister Paulo Suluape, ermordet. Die Suche nach den Umständen seines Todes führt von der Tattoo-Convention New York über die Tätowierszene Neuseelands bis nach Samoa, wo Petelo Suluape die Arbeit seines toten Bruders fortsetzt. Ungeachtet der Kolonialisierung und Missionarisierung Polynesiens sind auf dieser Südseeinsel die archaischen 'Tattaus' noch lebendig. In tagelangen, äußerst schmerzhaften Ritualen werden junge Samoaner initiert. Paulo, Sohn einer alteingesessenen Tätowierfamilie, hat diese Tradition erst nach Neuseeland und später nach Europa und den USA weiter vermittelt, was ihm schließlich zum Verhängnis wurde.
von Gisa Schleelein
KImehr über Tatau Samoa
Quelle: swissfilms.ch