Das Taubenschwänzchen: Der „Kolibri-Schmetterling“ der Schweiz

Das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) ist ein faszinierender Wanderfalter, der aufgrund seines flinken Flugverhaltens oft mit einem Kolibri verwechselt wird. In der Schweiz ist dieser tagaktive Nachtfalter ein häufiger Gast in Gärten und auf Blumenwiesen.

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Macroglossum stellatarum
  • Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
  • Familie: Schwärmer (Sphingidae)
  • Merkmale: Der Name leitet sich von den Haarbüscheln am Hinterleib ab, die an die Schwanzfedern von Tauben erinnern.
  • Flugverhalten: Es schwirrt wie ein kleiner Hubschrauber oder Kolibri stehend vor Blüten, um mit seinem langen Rüssel Nektar aufzunehmen.

Lebensweise und Entwicklung

  • Ernährung: Das Taubenschwänzchen ist beim Nektarsammeln wenig wählerisch, bevorzugt jedoch nektarreiche Pflanzen wie Natternkopf oder Muskatellersalbei. Ein Falter kann täglich das Anderthalbfache seines eigenen Körpergewichts an Nektar aufnehmen.
  • Metamorphose: Die Entwicklung vom Ei zum Falter erfolgt in mehreren Stadien. Nach der Raupenphase verpuppt sich das Tier für etwa 20 Tage; die anschließende Puppenruhe dauert rund drei Wochen, bevor der Falter schlüpft.
  • Verhalten: Die Tiere sind lernfähig und kehren oft zu bestimmten Ruheplätzen zurück, an denen sie sich im Verbund aufwärmen.

Besonderheiten und Gefahren

  • Klimawandel: Als Wanderfalter breitet sich das Taubenschwänzchen stark aus. Infolge milder werdender Winter überwintern immer mehr Exemplare auch in nördlicheren Regionen.
  • Ökologische Fallen: Bestimmte Zierpflanzen, wie manche Arten der Nachtkerze (Oenothera), können für die Falter zur tödlichen Falle werden, wenn der gerillte Rüssel in der Blütenröhre stecken bleibt. Naturschützer empfehlen daher die Pflanzung einheimischer Alternativen, um die Biodiversität im Siedlungsraum zu fördern.

Bedeutung in der Schweiz

Das Taubenschwänzchen ist in der Schweizer Natur fest verwurzelt und wird oft in städtischen Quartiergärten oder an öffentlichen Naturschutzstandorten (wie etwa durch BirdLife Zürich) beobachtet. Es gilt als Symbol für die lebendige Biodiversität, die selbst in Siedlungsräumen gedeiht.


  1. Naturzyt: Ein tierisch gutes Gespräch mit Trudchen Taubenschwänzchen
  2. Naturschutz R-S: Artenporträt Taubenschwänzchen
  3. Naturstudium: Das Taubenschwänzchen – Der Kolibri-Schmetterling

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Taubenschwänzchen
Dieser Falter gehört zur Familie der Schwärmer (Sphingidae). Merkmale: Spannweite 40 bis 50 mm, gedrungener Körper, Grundfarbe hellbraun, Form von oben concordähnlich, im Schwirrflug, der demjenigen eines Kolibri ähnelt, ist der breite Schwanz mit dem weissen Rand gut sichtbar (wie bei einer Taube, darum Taubenschwänzchen ). Hat einen langen Saugrüssel.
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Quelle: insects.ch