Musikalische Bezüge zum Begriff "Deaf" in der Schweizer Szene und darüber hinaus

Der Begriff "Deaf" (taub) findet in der Musikwelt auf vielfältige Weise Verwendung – sei es als Teil von Bandnamen, als Songtitel oder in sportlich-kulturellen Kontexten. In der Schweiz finden sich besonders im Bereich der Rock- und Alternative-Musik verschiedene Projekte, die diesen Begriff aufgreifen.

Schweizer Projekte und Bands

  • Deaf’n’Dumb: Eine etablierte Schweizer Formation aus dem Raum Basel, die seit über 20 Jahren aktiv ist. Die Band, bestehend aus Matthew, Roli, Ben und Raphi, ist für ihre energiegeladenen Auftritte bekannt und wird oft als "Lokalmatadoren" bezeichnet. Sie verbinden Grunge-Elemente mit einer mitreißenden Bühnenpräsenz.
  • Deaf Amp: Eine Band aus dem Raum Basel/Lörrach, die sich im Bereich Grunge, Stoner-Rock, Doom und Alternative bewegt. Die Gruppe ist aktuell aktiv auf der Suche nach musikalischer Verstärkung, um ihren Sound weiterzuentwickeln.
  • Swiss Deaf Sport: Obwohl keine Musikband im klassischen Sinne, ist Swiss Deaf Sport ein zentraler Akteur für gehörlose Menschen in der Schweiz. Der Verband fördert den Breiten- und Leistungssport und zeigt die enge Verbindung zwischen Inklusion und gesellschaftlichem Leben in der Schweiz auf.

Internationale Bezüge und musikalische Referenzen

  • Queens of the Stone Age: Mit ihrem legendären Album „Songs for the Deaf“ prägte die US-amerikanische Band den Begriff in der modernen Rockgeschichte massiv. Das Album ist ein Meilenstein des Stoner-Rocks und findet auch in Schweizer Musikläden (z. B. Rockawaybeach) weiterhin Beachtung.
  • Pharoah Sanders: Der Jazz-Saxophonist veröffentlichte 1970 das bedeutende Album „Summun Bukmun Umyun - Deaf Dumb Blind“, das oft als ein Schlüsselwerk des spirituellen Jazz betrachtet wird.
  • Marika Hackman: Die britische Künstlerin veröffentlichte 2014 eine EP mit dem Titel „Deaf Heat“, was zeigt, dass der Begriff auch in der Indie-Pop-Szene als kreative Metapher genutzt wird.

Fazit

Während in der Schweiz vor allem lokale Bands wie Deaf’n’Dumb und Deaf Amp den Begriff als Identifikationsmerkmal für ihre grungigen und alternativen Sounds nutzen, dient er im internationalen Kontext oft als Titel für einflussreiche Alben oder als Ausdruck künstlerischer Identität. Die Szene ist trotz der scheinbaren Nische des Namens lebendig und stark mit der Schweizer Konzertkultur verknüpft.

  1. Deaf’n’Dumb – Lokale Band aus Basel
  2. Deaf Amp – Suche nach Musikern (Bandmatch)
  3. Swiss Deaf Sport – Engagement für Gehörlose in der Schweiz

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Seit 2007 gibt es die die Garage-Beat-Band The Deaf aus Den Haag. Den Sixties-Beat ihrer Heimatstadt impfen sie mit einer Überdosis Garage, Punk und Rock & Roll. Sie eroberten Festivals wie das Lowlands, Parkpop, Zwarte Cross und das Paaspop und das texanische SXSW, tourten in Deutschland, Russland und Italien.
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Quelle: wdr.de