Tomate Giftpflanze
Tomate – Von der Giftpflanze zur beliebten Delikatesse
Die Tomate (Solanum lycopersicum) gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und wurde lange Zeit als Giftpflanze betrachtet. Ursprünglich stammt sie aus Süd- und Mittelamerika und wurde von den Inkas und Azteken kultiviert. Nach Europa gelangte sie im 16. Jahrhundert durch die spanischen Eroberer.
In Mitteleuropa, einschliesslich der Schweiz, galt die Tomate zunächst als Zierpflanze, da man sie wegen ihres Verwandtschaftsgrades zu Tollkirsche, Stechapfel und Schwarzem Nachtschatten für giftig hielt. Besonders die grünen Teile der Pflanze (Blätter, Stängel und unreife Früchte) enthalten das giftige Alkaloid Tomatín, das in hohen Dosen toxisch wirken kann. Die reife Frucht hingegen ist weitgehend tomatinfrei und gilt seit dem 18./19. Jahrhundert als unbedenklich und äusserst gesund.
Heute ist die Tomate eines der wichtigsten Gemüse in der Schweiz. Besonders beliebt sind regionale Sorten wie die Ochsenherz-Tomate, die in der Ostschweiz (z. B. bei der Alten Herberge Niederbüren) mit einheimischer Burrata und Basilikumpesto zu einer edlen Vorspeise verarbeitet wird. In der Schweizer Küche findet man Tomaten in klassischen Gerichten wie Rührei mit Speck, Chicorée und Tomaten (Grüningen/Itzikon), Thunfisch-Tomaten-Mozzarella-Aufstrich oder im Tabouleh-Salat mit frischen Kräutern.
Tomaten sind kalorienarm (ca. 32 kcal pro 100 g), reich an Vitamin C, Kalium, Lycopin und sekundären Pflanzenstoffen. Das Lycopin gilt als starkes Antioxidans und wird mit einem reduzierten Risiko für bestimmte Krebsarten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht.
Beste 3 Links:
- Genuss-Tipp: Ochsenherz-Tomate mit Oberbürer Burrata – Sommerliche Schweizer Vorspeise mit regionalen Zutaten
- Thunfisch Tomaten Mozzarella Aufstrich – Gesunder Brotaufstrich mit Schweizer Rezept
- Tabouleh-Salat mit Kräutern, Tomaten und Peperoni – Frisches Rezept mit Tomaten aus der Schweiz
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