Totentrompete Pilz

Die Geheimnisvolle Totentrompete – Ein kulinarischer Schatz der Schweizer Wälder

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Craterellus cornucopioides
  • Deutsche Namen: Totentrompete, Herbsttrompete, Schwarze Trompete, Toten-Trichterling
  • Familie: Leistlinge (Cantharellaceae) – eng verwandt mit dem Pfifferling (Eierschwämmli)
  • Saison: September bis November (Hauptsaison oft um Allerheiligen)

Aussehen und Bestimmung

Die Totentrompete hat eine charakteristische trompeten- bis trichterförmige Gestalt. Der gesamte Pilz ist dunkelgrau bis fast schwarz, oft mit einem leicht violetten oder bräunlichen Schimmer. Der Hutrand ist wellig und nach unten gebogen. Auf der Unterseite besitzt er keine klassischen Lamellen, sondern leistenartige Adern, die am Stiel herablaufen – typisch für Leistlinge.

Im Schweizer Wald findet man sie vor allem in Buchenwäldern und Mischwäldern der mittleren Höhenlage. Sie wächst oft in grösseren Gruppen, teilweise sogar in Hexenringen.

Kulinarischer Wert

Trotz ihres unheimlichen Namens ist die Totentrompete ein ausgezeichneter Speisepilz. Ihr Aroma wird von vielen Kennern sogar höher geschätzt als das der Speisemorchel. Besonders hervorzuheben ist ihre Eignung zum Trocknen: Getrocknet entwickelt sie ein intensiv würzig-erdiges, fast rauchiges Aroma, das Saucen, Suppen, Risottos und Terrinen eine tiefe Note verleiht.

In der Schweiz wird sie auf Märkten (z. B. bei Marinello) frisch oder getrocknet angeboten und gilt unter Feinschmeckern als echte Delikatesse. Sie eignet sich hervorragend für:

  • Pilzsaucen zu Fleisch
  • Pilzpfannen
  • Quiches und Terrinen
  • Als intensives Gewürzpulver nach dem Trocknen

Ökologie und Vorkommen

Die Totentrompete bildet Mykorrhiza mit Laubbäumen, besonders mit Buchen. Sie spielt eine wichtige Rolle im Waldökosystem, indem sie Nährstoffe austauscht. In der Schweiz ist sie in geeigneten Buchenwäldern relativ häufig anzutreffen, besonders nach feuchten Perioden im Spätherbst.

Namensherkunft

Der Name «Totentrompete» rührt nicht von Giftigkeit her (der Pilz ist ungiftig und sehr schmackhaft), sondern von der dunklen, fast schwarzen Farbe und dem Erscheinen in der späten Herbstzeit, die oft mit Allerheiligen und Totengedenken zusammenfällt.

Verwechslungsmöglichkeiten

Es gibt kaum gefährliche Doppelgänger. Die ähnlich aussehende Falsche Totentrompete (Craterellus cornucopioides var. oder nahe Verwandte) ist ebenfalls essbar, jedoch meist weniger aromatisch.


  1. Herbsttrompete (Craterellus cornucopioides) – Bestimmung & Speisewert – Sehr gute Schweizer Pilzseite mit detaillierten Infos
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Totentrompete
Die Toten- oder Herbsttrompete (Craterellus cornucopioides 1 2 aufgrund der trichterartig geformten Fruchtkörper auch Toten-Trichterling genannt, ist eine Pilzart aus der Familie der Pfifferlingsverwandten (Cantharellaceae). Sie gilt als sehr guter Speisepilz.
Totentrompete
KImehr über Totentrompete
Quelle: Wikipedia