Die transurethrale Prostataresektion (TUR-P): Der Goldstandard in der Schweizer Urologie

Die transurethrale Prostataresektion, kurz TUR-P, stellt das am besten untersuchte und bewährte Standardverfahren zur Behandlung der gutartigen Prostatavergrösserung (benigne Prostatahyperplasie, BPH) dar. Sie kommt vorwiegend dann zum Einsatz, wenn medikamentöse Therapien nicht mehr ausreichen, um die Beschwerden beim Wasserlassen zu lindern.

Funktionsweise und Methoden

Bei der TUR-P wird störendes Prostatagewebe durch die Harnröhre hindurch chirurgisch entfernt oder "abgeschabt". In der modernen Schweizer Urologie haben sich verschiedene technische Varianten etabliert:

  • Klassische monopolare TUR-P: Das traditionelle Verfahren.
  • Bipolare Prostataresektion: Eine moderne, in Schweizer Zentren (wie etwa am Urologiezentrum Bellevue Zürich) bevorzugte Weiterentwicklung. Sie gilt als sicherere Alternative, da sie eine präzisere Gewebeabtragung ermöglicht.
  • Ejakulationserhaltende TUR-P: Eine spezialisierte Operationstechnik, bei der die Ejakulationsfähigkeit des Patienten geschont wird. Diese erfordert eine hohe chirurgische Expertise, da hierbei bewusst mehr Prostatagewebe im Körper verbleibt, was das Risiko für ein späteres Nachwachsen des Gewebes geringfügig erhöhen kann.

Stellenwert im Vergleich zu anderen Therapien

Obwohl minimal-invasive Methoden (wie Mikrowellentherapie oder Laserkoagulation) mit dem Versprechen geringerer Risiken beworben werden, zeigt die klinische Studienlage, dass diese die klassische TUR-P bisher nicht als Goldstandard ablösen konnten. Die TUR-P bleibt aufgrund ihrer langfristigen Ergebnisse und Wirksamkeit das Referenzverfahren in Schweizer Kliniken wie dem Prostatazentrum Bern oder dem Kantonsspital Aarau.

Wichtige Hinweise

  • Indikation: Der Eingriff wird erst nach Ausschöpfung konservativer Therapiemöglichkeiten empfohlen.
  • Spezialfälle: In Einzelfällen kann eine TUR-P auch zur Vorbereitung auf eine Brachytherapie (Strahlentherapie) bei Prostatakrebs notwendig sein.
  • Nachsorge: Da bei speziellen Techniken (wie der ejakulationserhaltenden Methode) Restgewebe verbleiben kann, sind regelmässige urologische Kontrollen zur Früherkennung etwaiger Rezidive unerlässlich.

Empfohlene weiterführende Informationen

  1. Bipolare Prostataresektion – Urologie Bellevue Zürich
  2. Ejakulationserhaltende Prostataresektion – KontinenzZentrum Hirslanden
  3. Therapie bei Prostatavergrösserung – Prostatazentrum Kantonsspital Aarau
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Fachausdrücke Medizin
Transurethrale Prostataresektion
Bei einer gutartigen Prostatavergrösserung (Prostataadenom) kann der Urologe mit einem speziellen Gerät (Endoskop), das er durch (= trans) die Harnröhre (= urethra) schiebt, Prostatagewebe entfernen (= resezieren).
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