Lebensraum Trockenwiese: Ein Paradies für Schmetterlinge in der Schweiz

Trockenwiesen zählen zu den artenreichsten Lebensräumen der Schweiz. Sie sind für Schmetterlinge von existentieller Bedeutung, da sie spezialisierte Pflanzen bieten, die als Nahrungsquelle für Raupen und Falter dienen.

Warum Trockenwiesen für Schmetterlinge so wichtig sind

  • Hohe Artenvielfalt: Aufgrund der nährstoffarmen Bedingungen können sich konkurrenzschwache Pflanzenarten behaupten, die für viele Schmetterlingsraupen essenziell sind.
  • Nahrungsquelle: Die blütenreichen Wiesen bieten Schmetterlingen einen kontinuierlichen Zugang zu Nektar.
  • Klimatische Nischen: Durch die sonnigen und mageren Standorte entstehen mikroklimatische Bedingungen, die wärmeliebende Insektenarten benötigen.

Bedrohung und Schutz in der Schweiz

Der Bestand an Trockenwiesen in der Schweiz ist seit dem Jahr 1900 um etwa 95 % geschrumpft. Um diesen Rückgang zu stoppen, hat der Bund zahlreiche Flächen unter Schutz gestellt und als "Trockenwiesen von nationaler Bedeutung" inventarisiert.

Pflege als Voraussetzung für den Erhalt

Trockenwiesen sind kein Wildnis-Zustand, sondern ein Kulturgut, das auf menschliche Pflege angewiesen ist:

  • Mähen: Eine regelmässige Mahd (1-2 Mal pro Jahr) verhindert das Verbuschen und sorgt für den Erhalt der mageren Bodenqualität.
  • Standortbedingungen: Die Flächen benötigen einen sonnigen Standort und einen nährstoffarmen, sandigen Boden.
  • Engagement: Projekte wie bei den Davos Klosters Mountains oder in Bümpliz (NaturBernWest) zeigen, wie durch gezielte Pflege der Lebensraum für Insekten, darunter seltene Schmetterlinge, aktiv geschützt werden kann.

Empfohlene Ressourcen zum Thema

  1. Trockenwiesen in Davos Klosters – Informationen zum Schutz und Erhalt als Kulturgut.
  2. Trockenwiesen-Pflanzen (Wässerwiesen Hundig) – Detaillierte Einblicke in die botanische Vielfalt und deren Bedeutung für Insekten.
  3. Trockenwiese bei Flora di Berna – Tipps zur Anlage von insektenfreundlichen Trockenwiesen im eigenen Umfeld.

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Quelle: insects.ch