Trüsche Fisch

Trüsche (Lota lota) – Der unterschätzte Schweizer Speisefisch

Merkmale und Lebensweise

Die Trüsche ist der einzige Süsswasserfisch aus der Familie der dorschartigen Fische (Gadidae). Sie ist ein typischer Kaltwasserfisch und in der Schweiz vor allem in den grossen Voralpenseen wie dem Vierwaldstättersee, Zürichsee, Bodensee und Walensee anzutreffen.

Sie kann bis zu 1,06 m lang und über 5 kg schwer werden (Rekord Vierwaldstättersee: 106 cm). Tagsüber versteckt sie sich oft in grosser Tiefe (bis 40 m und mehr), nachts wird sie aktiver und jagt kleine Fische, Krebse und Insektenlarven. Ihre Verwandten im Meer sind Kabeljau, Schellfisch und Seeteufel – geschmacklich steht sie dem Seeteufel tatsächlich sehr nahe.

Bedeutung in der Schweiz

In der Schweiz gilt die Trüsche als beliebter Winterfisch. Die beste Fangzeit reicht von Spätherbst bis Frühling, besonders im Januar und Februar. Sie wird von vielen Anglern unterschätzt und leider auch oft als «Laichräuber» oder «Schädlingsfisch» diffamiert – eine hartnäckige Fehlinformation. Tatsächlich ist sie ein natürlicher Bestandteil des Ökosystems und kein invasiver Schädling.

Laut der Roten Liste der gefährdeten Arten (2022) sind über die Hälfte der Schweizer Fischarten gefährdet. Die Trüsche selbst wird zwar nicht als stark bedroht eingestuft, profitiert aber von nachhaltiger Bewirtschaftung der Seen.

Kulinarische Qualitäten

Die Trüsche ist ein hervorragender Speisefisch. Ihr Fleisch ist fest, weiss und hat eine feine, an Seeteufel erinnernde Konsistenz. Besonders geschätzt wird auch die Trüschenleber, die sich hervorragend braten lässt.

Beliebte Zubereitungen:

  • Trüsche al Limon (Trüsche in Zitronensauce)
  • Gebratene Trüschefilets mit Trüschenleber und Salat
  • Trüsche kann auch wie Seeteufel zubereitet werden

Interessante Fakten

  • Die Trüsche wird weltweit kaum kommerziell gefischt.
  • Beim Anhieb in grosser Tiefe fühlt sich selbst eine kleine Trüsche wie ein «Mordstier» an.
  • Sie wird oft mit grobem Gerät gefangen, da sie kräftig kämpft.
  • In der Horwer Fasnacht wurde die Trüsche bereits als Motiv für Plaketten verwendet – ein Zeichen ihrer kulturellen Verankerung am Vierwaldstättersee.

  1. Trüschen für Einsteiger – Sehr guter Einstieg für Angler mit vielen Praxistipps (Schweiz)
  2. Gebratene Trüsche und Trüschenleber – Tolles Rezept mit Fotos und Zubereitungstipps
  3. Trüsche al Limon – Feines mediterranes Rezept mit Zitrone (kann auch mit Seeteufel gemacht werden)

Vielleicht auch interessant


Alet

Bachneunauge

Barbe

Bartgrundel Schmerle

Bitterling

Blicke

Brachsmen

Dorngrundel

Elritze

Felchen

Groppe

Hasel

Hecht

Karausche

Karpfen

Laube

Moderlieschen

Regenbogen Forelle

Rotauge

Rotfeder

Schneider

See Forelle

Sonnenbarsch

Trüsche

Äsche
War das hilfreich?
Fische Schweiz
Trüsche
Langgestreckter Körper im hinteren Teil stark seitlich abgeflacht; mit breitem flachem Kopf und weiter Mundspalte. Die Mundhöhle ist mit Hechelzähnen ausgestattet. Typisch ist am Ende des Unterkiefers ein langer Bartel; an den Nasenlöchern zwei sehr kurze bartelähnliche Hautbrücken. Schuppen sehr klein und fein, unvollständige Seitenlinie. Zweite Rückenflosse und Afterflosse sehr lang, Bauchflossen kehlständig, Schwanzflosse abgerundet. Grundfarbe gelboliv bis grünlich mit dunkelbraunen, unscharf abgegrenzten Marmorierungen. Flanken etwas heller; Bauch weisslich. Mittellänge 25 - 60 cm; maximal bis 1 m lang.
Trüsche
KImehr über Trüsche
Quelle: vol.be.ch