Der Turmfalke: Ein faszinierender Greifvogel in der Schweiz

Der Turmfalke (Falco tinnunculus) ist einer der bekanntesten Greifvögel der Schweiz. Er wurde von BirdLife Schweiz im Jahr 2008 zum „Vogel des Jahres“ gekürt und prägt mit seinem charakteristischen Rüttelflug das Landschaftsbild.

Biologie und Verhalten

  • Lebensraum: Der Turmfalke ist sehr anpassungsfähig und besiedelt sowohl offene Landschaften als auch urbane Gebiete. Er nutzt oft hohe Gebäude, Kirchtürme oder alte Nester anderer Vögel als Brutplätze.
  • Jagdstrategie: Typisch ist der „Rüttelflug“, bei dem der Falke in der Luft an einer Stelle verharrt, um den Boden nach Kleinsäugern (vor allem Mäusen) abzusuchen.
  • Gefährdung: In der Schweiz gilt der Turmfalke als potenziell gefährdet. Er steht auf der Roten Liste, was unter anderem auf den Mangel an geeigneten Nistmöglichkeiten zurückzuführen ist.

Schutz und Förderung in der Schweiz

Zahlreiche Naturschutzorganisationen engagieren sich für den Erhalt der Art:

  • Artenförderung: Durch spezielle Projekte werden Nistkästen an Gebäuden (z. B. in Thurgau oder Baden) angebracht, um den Bestand zu stabilisieren.
  • Pflegestationen: Organisationen wie die Vogel- und Wildtierpflege Schaffhausen oder die Vogelstation Therwil nehmen verletzte oder hilflose Tiere auf.
  • Bildungsarbeit: Durch Livestreams aus Brutkästen (etwa in Romanshorn oder Ermatingen) wird der Bevölkerung ein tiefer Einblick in das Leben der Falken ermöglicht.

Zusammenfassung für Naturschützer

Der Turmfalke fungiert oft als „Botschafter“ für den Artenschutz in Siedlungsgebieten. Wer den Falken aktiv unterstützen möchte, kann dies durch das Anbringen von speziellen Nistkästen oder die Unterstützung lokaler Naturschutzvereine tun.


  1. BirdLife Schweiz: Vogel des Jahres 2008 – Turmfalke
  2. BirdLife Thurgau: Artenförderung Schleiereule und Turmfalke
  3. Umweltblog Baden: Turmfalken im Stadtturm

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Turmfalke
Der Turmfalke ist vor allem für seine Jagdweise bekannt: Plötzlich stellt er sich im Flug gegen den Wind und verharrt dank dem Rüttelflug und dem breit gefächerten Schwanz erstaunlich lange an der gleichen Stelle, um nach Mäusen Ausschau zu halten. Bei uns ist der Turmfalke noch weit verbreitet, ist aber seit den Sechzigerjahren in den Niederungen wesentlich seltener geworden. Schuld daran sind die ausgeräumten, intensiv genutzten Landschaften, wodurch das Nahrungsangebot und die Nistmöglichkeiten abgenommen haben.
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