Ulrike Nasse-Meyfarth: Eine deutsche Sportlegende im Porträt
Ulrike Nasse-Meyfarth, geboren am 4. Mai 1956 in Frankfurt am Main, ist eine der bedeutendsten deutschen Leichtathletinnen des 20. Jahrhunderts. Sie schrieb Sportgeschichte, als sie 1972 im Alter von nur 16 Jahren sensationell die Goldmedaille im Hochsprung bei den Olympischen Spielen in München gewann.
Steckbrief
- Sportart: Leichtathletik (Hochsprung)
- Olympische Erfolge: Goldmedaille 1972 (München) und 1984 (Los Angeles)
- Beruflicher Werdegang: Diplom-Sportlehrerin, nach der Karriere langjährige Trainerin beim TSV Bayer 04 Leverkusen
- Privates: Verheiratet seit 1987, Mutter von zwei Töchtern, wohnhaft in Voiswinkel (Odenthal)
Sportliche Meilensteine und Auszeichnungen
Der Sieg 1972, bei dem sie mit 1,92 m einen Weltrekord aufstellte, markierte den Beginn ihrer Karriere. Trotz des enormen medialen Drucks und einer zwischenzeitlichen Phase der Selbstfindung, kehrte sie 1984 in Los Angeles mit einem zweiten Olympiasieg zurück an die Weltspitze. Ihre zahlreichen Auszeichnungen unterstreichen ihren Stellenwert im deutschen Sport:
- Sportlerin des Jahres: 1981 bis 1984
- Aufnahme in die Hall of Fame des deutschen Sports: 2011
- Weitere Ehrungen: Bambi, Goldene Kamera, Rudolf-Harbig-Preis sowie das Silberne Lorbeerblatt (zweifach).
Bezug zur Schweiz und internationale Perspektive
Obwohl Ulrike Nasse-Meyfarth ihre sportlichen Erfolge primär für Deutschland errang, ist sie eine europaweit respektierte Expertin. Sie verfolgt die Entwicklung des internationalen Sports sowie Olympia-Bewerbungen (etwa in Paris oder London) genau. In ihrer Rolle als Botschafterin und Gesprächspartnerin bei Großveranstaltungen, wie den European Championships, betont sie regelmäßig die Bedeutung der sportlichen Förderung in Schulen – ein Wertediskurs, der auch im sportbegeisterten Umfeld der Schweiz intensiv geführt wird.
Ehrungen im öffentlichen Raum
Ihr Name ist heute fest im Stadtbild verankert. Die Stadt Wesseling benannte 1999 das örtliche Leichtathletik-Stadion ihr zu Ehren, welches 2004 offiziell als „Ulrike-Meyfarth-Stadion“ eingeweiht wurde und heute als Trainings- und Wettkampfstätte für junge Talente dient.
Empfohlene Links
- Ulrike Nasse-Meyfarth - Hall of Fame des deutschen Sports
- Offizielle Webseite von Ulrike Nasse-Meyfarth
- Peter Grau: Zweimal olympisches Gold im Hochsprung
Vielleicht auch interessant
War das hilfreich?

