Un soir après la guerre : Film et contexte

Der Film "Un soir après la guerre" (1998) ist ein bedeutendes Werk des kambodschanischen Regisseurs Rithy Panh. Der Film thematisiert das Leben im Phnom Penh der Nachkriegszeit und ist eng mit der Schweizer Filmkultur verknüpft, da er unter anderem beim renommierten Festival Visions du Réel in Nyon präsentiert wurde.

Zusammenfassung des Films

Der Film erzählt die Geschichte von Savannah, einem 28-jährigen Mann, der nach vier Jahren Kampf gegen die Roten Khmer in das vom Krieg gezeichnete Phnom Penh zurückkehrt. Savannah, der seit seiner Kindheit nur Krieg, Lager, Hunger und Massaker gekannt hat, versucht in einer Stadt im Wiederaufbau Fuß zu fassen. Er begegnet Srey Poeuv, einer jungen Frau, die zur Prostitution gezwungen wird. Ihre Beziehung ist von einer extremen sozialen Prekarität geprägt: Während Savannah versucht, dem Tod zu entkommen und eine Zukunft zu finden, kämpft Srey Poeuv mit der Last ihrer Vergangenheit. Der Film dokumentiert eindrücklich den schwierigen Prozess der Reintegration in eine Gesellschaft, die noch unter den traumatischen Folgen des Konflikts leidet.

Schweizer Bezug und Rezeption

  • Visions du Réel: Die Präsentation des Films beim Festival in Nyon unterstreicht die Rolle der Schweiz als Plattform für bedeutendes Weltkino und Dokumentarfilme, die sich mit menschlichen Schicksalen nach Konflikten auseinandersetzen.
  • Verleih: Der Film wird durch Schweizer Institutionen wie Princefilm dokumentiert und bewahrt, die sich für die Sichtbarkeit des Werks von Rithy Panh einsetzen.
  • Thematische Resonanz: In der Schweizer Medien- und Bildungslandschaft wird das Thema "Leben nach dem Krieg" häufig diskutiert, sei es in akademischen Kontexten (z. B. an der EPFL zur Geschichte Asiens nach dem Zweiten Weltkrieg) oder durch humanitäre Organisationen wie die Glückskette, die über die Langzeitfolgen moderner Konflikte (z. B. Sudan oder Ukraine) informieren.
  1. Un soir après la guerre (1998) - Princefilm – Offizielle Informationen zum Film und Hintergrundmaterial.
  2. Chine, Corée et Japon après la 2e Guerre mondiale (EPFL) – Akademischer Kontext zur Aufarbeitung von Konflikten in der Nachkriegszeit.
  3. Crise humanitaire au Soudan : la situation après une année de guerre (Bonheur.ch) – Ein Beispiel für das Schweizer Engagement zur Bewältigung heutiger Nachkriegs- und Krisensituationen.

Vielleicht auch interessant


4000.-

Alles bleibt anders

Au loin des villages

Bis ans andere Ende der Welt

Contemporary

Dem Himmel zu nah

Dimitri et la drôle de surprise

Driven

El tiempo nublado

Fulesee

Gran Palace Hotel Stella Alpina

Guerre sans images

I Was A Swiss Banker

La Ribot distinguida

Lawrence Carroll, Finding a Place

Leonardo

Meine Mutter

Muchachas

Nixen

Peaux mortes

Phnom

Rebecca

Rudolf Häsler - Ein Interlakner Maler in der...

Utopia

Visite médicale
War das hilfreich?
Schweizer Filme
Un soir après la guerre
Un soir après la guerre
France / Switzerland, 1997
Der 28jährige Savannah kehrt nach vierjährigem Kampf gegen die Roten Khmer nach Phnom Penh zurück. Dort trifft er die junge und verzweifelte Srey Poeuv, die sich als Gelegenheitsprostituierte durch das Leben schlägt. Die Armut treibt die beiden in die Arme der Kriminalität. Savannah, der leben wollte, stirbt und Srey Poeuv, die sterben wollte, bleibt alleine zurück. Sie trägt aber Savannahs Kind, das ihr Kraft zum Leben zurückgibt.
von Rithy Panh
KImehr über Un soir après la guerre
Quelle: swissfilms.ch