Die Untere Wildgrubenspitze: Der höchste Gipfel des Lechquellengebirges

Die Untere Wildgrubenspitze, in manchen Kartenwerken und lokal auch als „Große Wildgrubenspitze“ bezeichnet, stellt mit einer Höhe von 2.753 m den höchsten Punkt des Lechquellengebirges dar. Obwohl sie geographisch in Österreich (Vorarlberg/Arlberg-Region) liegt, ist sie ein bedeutendes Ziel für Bergsteiger, die die gesamte Alpenregion – einschließlich der benachbarten Schweizer Alpen und der Lechtaler Alpen – als alpine Einheit betrachten.

Steckbrief und Eckdaten

  • Höhe: 2.753 m ü. A.
  • Gebirgsgruppe: Lechquellengebirge
  • Charakter: Anspruchsvolle Bergtour, die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert.
  • Besonderheiten: Der Gipfel gilt als „König“ des Lechquellengebirges und bietet bei guter Fernsicht einen beeindruckenden Blick auf umliegende Massive. Die Qualität der installierten Drahtseilsicherungen wird in Bergsteigerberichten als variabel beschrieben; Aufmerksamkeit ist geboten.

Routen und Tourencharakter

Ein klassischer Ausgangspunkt für die Besteigung ist Zürs am Arlberg. Eine typische Tour führt über den Zürser See und die Grätligrube hinauf zum Gipfel. Der Abstieg erfolgt häufig über die Bergstation der Muggengratbahn oder in Richtung Madlochjoch.

  • Gehzeit: Ca. 4,5 Stunden (reine Gehzeit).
  • Höhenmeter: Etwa 1.130 Höhenmeter Aufstieg bei einer Streckenlänge von ca. 11 km.

Einordnung in den alpinen Kontext

Während die Wildgrubenspitze tief im österreichischen Lechquellengebirge verankert ist, dient das Massiv als markanter Orientierungspunkt für Bergsteiger, die regelmäßig zwischen den österreichischen Gebirgsgruppen und den angrenzenden Schweizer Kantonen (etwa Graubünden oder St. Gallen) unterwegs sind. Die Nähe zum Arlberg macht sie zu einem beliebten Ziel für Tourengänger, die nach einer intensiven Bergwoche – etwa nach Besteigungen von Zimba oder Biberkopf – einen würdigen Abschluss suchen.

Hinweise für Bergsteiger

  • Wegbeschaffenheit: Die Route enthält Passagen in weglosem Blockwerk und teilweise mit dünnen Drahtseilen versicherte Abschnitte.
  • Nomenklatur: Die verwirrende Bezeichnung (Große vs. Untere Wildgrubenspitze) ist bei der Routenplanung zu beachten, da in verschiedenen Karten unterschiedliche Namen verwendet werden können.
  • Ausrüstung: Festes Schuhwerk und alpine Erfahrung sind aufgrund des teilweise anspruchsvollen Terrains zwingend erforderlich.

Empfohlene Ressourcen

  1. Manhart - Untere Wildgrubenspitze (2.753 m) Tourbeschreibung
  2. Walter Fendt - Tourenbericht Zürs zur Großen Wildgrubenspitze
  3. Fotos vom Berg - Dokumentation Lechquellengebirge

Vielleicht auch interessant


Dachstein

Geierhaupt

Glatthorn

Glocknerwand

Grosser Krottenkopf

Grosser Sulzberg

Grossglockner

Hinterer Brochkogel

Hochalmspitze

Hocharn

Hochfeiler

Hochgolling

Hochkönig

Hochschwab

Hochstuhl

Hochtor

Hohe Warte

Hoher Riffler

Petzeck

Ramolkogel

Reisalpe

Schalfkogel

Stuhleck

Vorderer Brochkogel

Wildspitze
War das hilfreich?
Berge in Österreich
Untere Wildgrubenspitze (2’753 m)
Die Untere Wildgrubenspitze (selten Grosse Wildgrubenspitze) ist der höchste Berg des Lechquellengebirges. Sie erreicht eine Höhe von 2753 m ü. A. und befindet sich westlich von Zürs. Namensgebend ist die Grosse Wildgrube, ein abgelegenes, vegetationsarmes, schuttgefülltes Hochtal im Süden des Berges. Die Erstbesteigung gelang 1877 Andreas Madlener.
Untere Wildgrubenspitze
KImehr über Untere Wildgrubenspitze
Quelle: Wikipedia