Urs Widmer: Eine Übersicht zu Leben und Werk
Urs Widmer war einer der bedeutendsten Schweizer Schriftsteller der Gegenwart. Sein Schaffen umfasst ein breites Spektrum an literarischen Formen, darunter Romane, Erzählungen, Essays, Theaterstücke und Hörspiele.
Biografische Eckpunkte
- Herkunft und Jugend: Geboren 1938 in Basel, verbrachte er einen Teil seiner Kindheit ab 1948 in Riehen. Nach dem Besuch des Realgymnasiums in Basel absolvierte er ein Studium der Germanistik, Romanistik und Geschichte in Basel, Montpellier und Paris.
- Weg zum Schriftsteller: Nach einer Tätigkeit als Lektor beim Suhrkamp Verlag in Frankfurt am Main kehrte Widmer in die Schweiz zurück. Er lebte und arbeitete lange Zeit als freier Schriftsteller in Zürich, insbesondere im Quartier rund um den Hottingerplatz.
- Lebensende: Urs Widmer verstarb am 2. April 2014 in Zürich.
Literarisches Werk und Bedeutung
Widmer galt als Meister der Erzählkunst, der seine Geschichten immer wieder neu erfand. Zu seinen bekanntesten Werken zählen:
- Der blaue Siphon (1992)
- Der Geliebte der Mutter (2000)
- Das Buch des Vaters (2004)
- Herr Adamson (2009)
Sein literarischer Nachlass wird im Schweizerischen Literaturarchiv (SLA) in Bern verwahrt. Das Archiv enthält neben seinen eigenen Typoskripten und Dokumenten auch Teile des Nachlasses seines Vaters, des Übersetzers Walter Widmer.
Wichtiger Hinweis zur Namensgleichheit
In den Quellen taucht auch eine gleichnamige Person auf: Ein Urs Widmer (1927–2018), der als Stadtpräsident von Winterthur sowie als Politiker (Demokratische Partei/FDP) tätig war. Dieser ist von dem hier behandelten Schriftsteller zu unterscheiden.
Empfohlene weiterführende Links
- Urs Widmer im Lexikon der Autorinnen und Autoren der Schweiz (Tag der Poesie)
- SLA-Bestand: Archiv Urs Widmer (Schweizerisches Literaturarchiv)
- Urs Widmer - Porträts und schriftstellerische Würdigung (Susanne Minder)
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