Val Sinestra Tal

Val Sinestra: Das mystische Tal im Schweizer Engadin

Das Val Sinestra ist ein wildromantisches Seitental des Unterengadins im Kanton Graubünden. Es erstreckt sich zwischen den Gemeinden Sent und Ramosch in nordwestlicher Richtung bis zum Fimberpass (2605 m ü. M.). Der Wildbach Brancla durchfliesst das Tal, das für seine unberührte Natur, geologischen Besonderheiten und seine mystische Atmosphäre bekannt ist. 2011 wurde das Val Sinestra von der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz zur «Landschaft des Jahres» gekürt.

Natur und Landschaft

Das Tal gliedert sich in zwei charakteristische Abschnitte: Der vordere Teil ist ein Erosionstal mit steilen, bewaldeten Hängen und eindrücklichen Erdpyramiden. Weiter hinten öffnet sich das Tal zu einer sanfteren, von Alpwiesen und Lärchenwäldern geprägten Landschaft. Besonders auffällig sind die zahlreichen seltenen Pflanzenarten wie Rundblättriges Wintergrün, Schwefelanemone, Kochscher Enzian und Cortusa matthioli.

Im Frühling blühen farbenprächtige Bergwiesen, im Sommer herrscht frische Bergluft, im Herbst leuchten die Lärchen golden und im Winter verwandelt sich das Tal in eine märchenhafte, ruhige Landschaft. Das Val Sinestra gilt als eines der schönsten und ursprünglichsten Täler Graubündens.

Das berühmte Hotel Val Sinestra

Im Herzen des Tals auf rund 1500 Metern Höhe steht das ehemalige Jugendstil-Kurhaus Hotel Val Sinestra. Das Gebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert war einst ein Kurhotel, in dem Menschen aus ganz Europa die heilenden «Aua Forta» (starken Wasser) der lokalen Quellen nutzten.

Heute ist das Hotel als Geisterhotel bekannt. Der Sage nach spukt es darin. Diese mystische Aura inspirierte sogar die Kinderbuchreihe «MiNO – Das Hotelgespenst von Val Sinestra» von Stefan Bächler. Im Buch versuchen Figuren wie der böse Geist Gerholm Kopfab, der Gespensterjäger Gustavson und ein dicker Österreicher, dem kleinen Hotelgespenst MiNO und dem Hotel ein Ende zu bereiten.

Aktivitäten und Erlebnisse

  • Wandern: Beliebte Routen führen von Sent oder dem Hotel Val Sinestra über den Hängebrückenweg via Hof Zuort nach Griosch und Vnà. Der Hof Zuort ist ein historischer, idyllisch gelegener Berggasthof, der zum Verweilen einlädt.
  • Reiten: Mehrtägige Reiterferien führen durch das Val Sinestra bis nach Tschlin.
  • Mountainbike: Technisch anspruchsvolle Singletrails, darunter der berühmte Trail direkt beim Hotel, machen das Tal zu einem Geheimtipp für geübte Biker.
  • PostAuto-Linie: Täglich verkehrt die Linie Scuol–Sent–Val Sinestra und ermöglicht eine bequeme Anreise bis fast vor das Hotel.

Das Tal wird bewusst sanft touristisch entwickelt. Die Gemeinden Sent und Ramosch legen grossen Wert auf den Einklang von Tourismus, Landwirtschaft, Natur- und Landschaftsschutz.

  1. Landschaft des Jahres 2011: Val Sinestra – Offizielle Würdigung und detaillierte Beschreibung der Landschaft
  2. Hängebrückenweg Val Sinestra – Offizielle Tourenbeschreibung mit praktischen Infos
  3. MiNO – Das Hotelgespenst von Val Sinestra – Das beliebte Kinderbuch zum Spuk im Hotel Val Sinestra

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Täler Schweiz
Val Sinestra (GR)
Das Val Sinestra mündet südlich von Ramosch in das Haupttal, ungefähr 8 km talabwärts vom unterengadinischen Zentrum Scuol. Wie die Fraktion Sinestra gehört die rechte Seite des Val Sinestra zur politischen Gemeinde Scuol (bis Ende 2014 Gemeinde Sent); das Dorf Vnà hingegen, auf einer Terrasse über dem Taleingang gelegen, gehört zur Gemeinde Valsot (bis Ende 2012 Gemeinde Ramosch), ebenso die Siedlung Griosch. Die Grenze zwischen diesen beiden Gemeinden verläuft über grosse Strecken im Talgrund, also dem Fluss Brancla entlang. Fraktion und Hof Zuort liegen ca. 2,5 km nördlich des ehemaligen Kurhauses.
Val Sinestra
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Quelle: Wikipedia