Vaters Garten – Die Liebe meiner Eltern: Eine filmische Auseinandersetzung

Der Dokumentarfilm „Vaters Garten – Die Liebe meiner Eltern“ (2013) des Schweizer Regisseurs Peter Liechti gilt als eines der bedeutendsten Werke des zeitgenössischen Schweizer Kinos. Er ist nicht bloß eine Familiendokumentation, sondern eine tiefgreifende, essayistische Geschichtsrevision.

Inhaltliche Schwerpunkte

  • Persönliche Geschichtsrevision: Liechti begibt sich auf eine späte Wiederbegegnung mit seinen betagten Eltern. Dabei erforscht er die Dynamik ihrer Ehe und die Sprachlosigkeit zwischen den Generationen.
  • Zeitgeist und Werte: Der Film reflektiert das Verschwinden von Werten, die das Abendland lange geprägt haben. Er thematisiert einen tiefgreifenden kulturellen Bruch und ist gleichzeitig ein Versuch, diesem Verschwinden filmisch entgegenzuwirken.
  • Ästhetik des Umgangs: Trotz der radikalen Konfrontation mit seinen Eltern wahrt Liechti stets eine respektvolle Distanz. Der Film wurde für seine Fähigkeit gelobt, Nähe und emotionale Tiefe in einem „Minenfeld“ familiärer Beziehungen erfahrbar zu machen.

Produktion und Rezeption

  • Herkunft: Schweiz, 2013 (93 Minuten, Dialekt/Deutsch).
  • Auszeichnungen: Das Werk wurde vielfach prämiert, unter anderem mit dem Schweizer Filmpreis 2014.
  • Bedeutung: Kritiker loben den Film als „großes Werk“, das trotz der individuellen Geschichte Fragen aufwirft, die universell sind und das Lebensgefühl einer ganzen Generation widerspiegeln.

Bezug zum Garten in der Schweiz

Während der Film metaphorisch den „Garten“ als Raum der familiären Geschichte und des Rückzugs nutzt, ist die Gartenkultur in der Schweiz ein lebendiges Handwerk. Wenn Sie Inspiration für die Gestaltung oder Pflege Ihres eigenen (Natur-)Gartens suchen, finden Sie hier professionelle Unterstützung:

Vielleicht auch interessant


Arada

Berta, hingegen Jonas, aber Frau Wohlgemut

Bleiben

Citizen Fred

Driften

Hand in Hand

Homeland

Juste avant la catastrophe

Kapitän

Keep it Light

Korichor

Make My Day

Mitholz (working title)

Nocaut

Peaux mortes

Rio Corgo

Sonhos Diarios

Spuren

Subito - Das Sofortbild

The Bubble

Verliebte Feinde

W. - Was von der Lüge bleibt

Wo gömmer

Zu Fuss nach Santiago de Compostela
War das hilfreich?
Schweizer Filme
Vaters Garten
Vaters Garten
Switzerland, February 2013
Früher war den Eltern «wind und weh», wenn der Sohn mal zu Besuch kam - und dem Sohn ging es nicht anders. Man ist sich also ausgewichen, wo's ging. Über Jahrzehnte hat sich kaum etwas geändert an diesem Zustand… Der Film ist das Protokoll einer späten Wiederbegegnung des Regisseurs mit seinen Eltern - und der Versuch einer persönlichen Geschichtsrevision. Dabei entstand ein neues Bild der Eltern, das auch immer wieder Einblick gewährt in eine Ära, deren Ende längst besiegelt ist. Die Geschichte ihrer Ehe berührt hingegen als zeitloses Drama - noch heute wird uns wind und weh dabei.
von Peter Liechti
KImehr über Vaters Garten
Quelle: swissfilms.ch