Die Wald-Wicke und verwandte Wickenarten: Eine botanische Übersicht

In der botanischen Welt und auch in der schweizerischen Flora nehmen Wicken (Vicia und verwandte Gattungen) einen wichtigen Platz ein. Während der Begriff „Wald-Wicke“ umgangssprachlich oft für verschiedene rankende Leguminosen verwendet wird, zeigt ein Blick in die Schweizer Natur, dass vor allem verwandte Arten wie die Zaun-Wicke in Waldnähe häufig anzutreffen sind.

Biologische Einordnung und Vorkommen

  • Charakteristik: Wicken sind typische Leguminosen (Hülsenfrüchtler). Sie zeichnen sich durch ihre Ranken aus, mit denen sie sich an anderen Pflanzen oder Strukturen festhalten können.
  • Vorkommen in der Schweiz: Viele Arten, wie die Zaun-Wicke (Vicia sepium), sind weit verbreitet. Sie bevorzugen stickstoffreiche Böden und sind typische Bewohner von Waldrändern, Waldlichtungen und Wegrändern.
  • Ökologische Bedeutung: Wicken fungieren oft als wichtige Bienenweide. Ein interessantes Phänomen ist die Symbiose mit Ameisen, die den Nektar der Pflanzen nutzen und diese im Gegenzug von Schädlingen befreien.

Abgrenzung zu anderen „Wicke“-Begriffen

Bei der Recherche zeigt sich, dass der Name „Wicke“ in der Schweiz in sehr unterschiedlichen Kontexten verwendet wird:

  • Landwirtschaft & Gartenbau: Die Zottige Wicke (Vicia villosa) wird in der Schweiz als Gründüngung und Bodenverbesserer geschätzt. Auch Duftwicken (Lathyrus odoratus) sind beliebte Gartenpflanzen.
  • Namensgleichheiten: Der Begriff „Wicke“ taucht zudem als Firmen- oder Eigenname auf (z. B. Wicke-Elastic für Transportrollen oder die Ergotherapie-Praxis Wicke). Diese haben jedoch keinen botanischen Bezug zur Blume.

Checkliste für die Identifikation im Schweizer Wald

Wer in der Schweizer Natur unterwegs ist, findet an Waldwegen oft eine Vielzahl von Blütenpflanzen. Neben der Zaun-Wicke trifft man häufig auf:

  • Wald-Storchschnabel
  • Wald-Vergissmeinnicht
  • Vogel-Wicke

Diese Arten tragen zur hohen Biodiversität an den Übergangszonen der Schweizer Wälder bei und sind im Sommer ein prägender Teil der Flora an Wiesen- und Wegrändern.


  1. Zaun-Wicke (Vicia sepium) – Alpenflora.ch: Detaillierte botanische Informationen und Fundorte aus der Schweiz.
  2. Blütenpflanzen im Sommer – Digitalefolien.ch: Umfassende Liste der Flora an Schweizer Wegen und Waldrändern inklusive verschiedener Wickenarten.
  3. Winterwicke / Zottige Wicke Samen – Magicgardenseeds.ch: Informationen zur Verwendung von Wicken als ökologisch wertvolle Bodenverbesserer und Bienenweide.

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Blumen
Wald-Wicke
Gattung
Schmetterlingsblütengewächse (Fabaceae)
Blütezeit
Juni bis August
Vorkommen
kollineKolline Stufe (Hügelstufe: bis ca. 900m)
bis
subalpineSubalpine Stufe (Gebirgsstufe: ab 1500 bis ca. 2200m)
Stufe
Wald-Wicke
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