Walther Penck Vulkan

Walther Penck und die Entstehung von Vulkanen

Die Theorie des Geographen Walther Penck

Walther Penck (1888–1923) war ein deutscher Geograph und Geomorphologe, der vor allem durch seine Theorie der Piedmontflächen und seine Arbeiten zur Gebirgs- und Vulkanentstehung bekannt wurde. Im Gegensatz zu William Morris Davis, der von einem zyklischen Modell der Erosion ausging, betonte Penck die kontinuierliche Wechselwirkung zwischen endogenen (tektonischen) und exogenen (erosiven) Kräften.

Penck untersuchte unter anderem Vulkane in verschiedenen Regionen und entwickelte Modelle, wie Vulkankegel durch unterschiedliche Geschwindigkeiten von Aufstieg und Abtragung entstehen und sich verändern. Seine Beobachtungen zeigten, dass die Form eines Vulkans stark von dem Verhältnis zwischen Magmaförderung und erosiver Abtragung abhängt.

Bezug zur Schweiz

Obwohl die Schweiz selbst keine aktiven Vulkane besitzt, spielen vulkanische Gesteine in der Geologie der Alpen eine wichtige Rolle. Die helvetischen Decken und bestimmte Gebiete im Wallis und Graubünden enthalten vulkanische Einschlüsse aus der Tethys-Zeit. Zudem werden in der Schweiz regelmässig vulkanologische Exkursionen organisiert – vor allem in die Liparischen Inseln (Italien), zu Stromboli, Vulcano und zum Ätna. Schweizer Reiseveranstalter wie Arcatour und Kanuclub Brugg bieten geführte Reisen zu diesen aktiven Vulkanen an, bei denen Teilnehmer die Möglichkeit haben, aktive Vulkane zu besteigen oder mit dem Kajak um sie zu paddeln.

Moderne Relevanz der Penck’schen Ansätze

Pencks Idee, dass Vulkanformen das Ergebnis eines dynamischen Gleichgewichts zwischen Aufbau und Abtragung sind, wird bis heute in der Geomorphologie geschätzt. Besonders bei Schichtvulkanen wie dem Ätna, Stromboli oder dem chilenischen Calbuco (der 2015 nach 42 Jahren Inaktivität plötzlich ausbrach) lässt sich beobachten, wie schnell sich Vulkanlandschaften verändern können.

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Vulkane
Walther Penck Vulkan
LageCatamarca (Argentinien)
Höhe6'658 m
Walther Penck, auch Cerro Tipas, früher Cazadero, ist ein erloschener Vulkan mit einer Höhe von 6658 m südlich des Ojos del Salado (6879 m) in der argentinischen Provinz Catamarca, westlich vom Incahuasi (6621 m) und nördlich vom Monte Pissis (6795 m).
Walther Penck
KImehr über Walther Penck
Quelle: Wikipedia