Wangari Maathai Person

Wangari Maathai – Die Mutter der Bäume

Biografie

Wangari Maathai (1940–2011) war eine kenianische Biologin, Umweltschützerin, Frauenrechtsaktivistin und Politikerin. Sie wurde am 1. April 1940 in der Nähe von Nyeri in Kenia geboren und wuchs in einer ländlichen Kikuyu-Gemeinschaft auf. Ihre Mutter erzählte ihr Geschichten von Drachen und sprechenden Tieren, die sie tief prägten. Maathai war die erste Frau in Ost- und Zentralafrika, die einen Doktortitel erlangte. Sie studierte in den USA und in Deutschland und kehrte 1966 nach Kenia zurück.

Das Green Belt Movement

1977 gründete Wangari Maathai die Green Belt Movement, eine Umwelt- und Frauenbewegung. Sie motivierte vor allem Frauen (rund 70 % der Kleinbäuerinnen in Kenia), Bäume zu pflanzen. Bis heute wurden durch die Bewegung über 51 Millionen Bäume in Kenia gepflanzt. Das Projekt bekämpfte gleichzeitig Armut, Bodenerosion, Wassermangel und die Abholzung der Wälder. Das Pflanzen von Bäumen wurde zu einem Symbol für Demokratie, Frauenempowerment und Widerstand gegen Korruption.

Politischer Kampf und Repression

Maathai setzte sich mutig gegen die Diktatur von Präsident Daniel arap Moi ein. Als sie sich 1989 öffentlich gegen den Bau eines 62-stöckigen Hochhauses im Uhuru Park in Nairobi wehrte, wurde sie massiv bedroht und von Regierungsanhängern verprügelt. Dennoch erreichte sie, dass das Projekt gestoppt wurde. Sie wurde mehrmals verhaftet und misshandelt. Ihr Einsatz trug massgeblich zum Sturz der 24-jährigen Diktatur bei.

Nobelpreis und internationale Anerkennung

Im Jahr 2004 erhielt Wangari Maathai als erste afrikanische Frau den Friedensnobelpreis. Die Nobeljury würdigte ihren Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung, Demokratie und Frieden. Sie war von 2003 bis 2007 Mitglied des kenianischen Parlaments und Vizeministerin für Umwelt und Naturschutz.

Bezug zur Schweiz

Wangari Maathais Arbeit fand auch in der Schweiz grosse Beachtung. Der Dokumentarfilm «Die Vision von Wangari Maathai» (USA 2008, 80 Min., mit deutschen Untertiteln) wurde 2014 im Coalmine in Zug gezeigt. Verschiedene Schweizer Organisationen wie afrosuisse.ch, speaktruthtopower.ch und einfachweniger.ch setzen sich mit ihrem Erbe auseinander. Ihre Geschichte wird in Schweizer Schulen und im Rahmen von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) thematisiert. In der Schweiz erschien zudem das Kinderbuch «Wangari Maathai – Die Mutter der Bäume» von Heike Wolter und Julia Christof (Reihe «Starke Frauen»).

Vermächtnis

Wangari Maathai zeigte, dass Umweltschutz, Frauenrechte und Demokratie untrennbar verbunden sind. Ihr Leitspruch lautete sinngemäss: „Jedes Recht, die Richtung deines eigenen Lebens selbst zu bestimmen.“ Sie bleibt eine der bedeutendsten Umwelt- und Friedensaktivistinnen des 20. und 21. Jahrhunderts.


  1. Die Vision von Wangari Maathai – Filmvorführung – Dokumentarfilm mit deutscher Untertitelung
  2. Wangari Maathai – Speak Truth to Power (Schweizer Bildungsprojekt) – Sehr gutes deutschsprachiges Portrait
  3. Wangari Maathai – Die Mutter der Bäume (Kinderbuch) – Empfohlenes Buch für Kinder und Jugendliche

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Personen
Wangari Maathai
Wangari Muta Maathai war eine kenianische Umweltaktivistin, Biologin und Politikerin, die die Initiatorin des Aufforstungsprojekts bzw. der Umwelt- und Sozialbewegung "Green Belt Movement (1977) ist und als erste afrikanische Frau mit dem Friedensnobelpreis (2004) ausgezeichnet wurde. Sie wurde am 1. April 1940 in Ihithe, Tetu, Nyeri in Kenia geboren und verstarb mit 71 Jahren am 25. September 2011 in Nairobi. In diesem Jahr hätte sie ihren 79. Geburtstag gefeiert.
Wangari Maathai
Quelle: geboren.am