Die Wasserfeder (Hottonia palustris): Eine schützenswerte Schönheit unserer Gewässer

Die Wasserfeder, auch bekannt als Wasserprimel, ist eine faszinierende Pflanze aus der Familie der Primelgewächse (Primulaceae). Sie ist nicht nur eine optische Bereicherung für naturnahe Teiche, sondern spielt auch eine wichtige ökologische Rolle in den heimischen Feuchtgebieten Deutschlands.

Steckbrief und Merkmale

  • Wissenschaftlicher Name: Hottonia palustris
  • Familie: Primelgewächse (Primulaceae)
  • Erscheinungsbild: Namensgebend sind die feinen, kammförmig gefiederten, federnähnlichen Blätter. Die Pflanze bildet aufrechte Stängel, die bis zu 1 Meter lang werden können.
  • Blütezeit: Zwischen Mai und Juli bildet sie anmutige, primeltypische Blütenstände aus, die über die Wasseroberfläche hinausragen.
  • Besonderheit: Die Pflanze bildet im Spätherbst Winterknospen, um die kalte Jahreszeit zu überdauern. Sie ist zudem anpassungsfähig und kann sogar zeitweiliges Trockenfallen ihres Lebensraums schadlos überstehen.

Lebensraum und ökologische Bedeutung

In Deutschland ist die Wasserfeder eine Rote-Liste-Art, was ihren besonderen Schutzstatus unterstreicht. Sie bevorzugt stehende oder langsam fließende, nährstoffarme bis mäßig nährstoffreiche Kleingewässer.

  • Artenschutz: Projekte in Regionen wie NRW, Hessen (z. B. NSG Mönchbruch) oder Brandenburg zeigen, wie gezielte Schutzmaßnahmen zum Erhalt der Art beitragen. Sie dient zudem als wertvoller Lebensraum für bedrohte Tierarten wie den Schlammpeitzger.
  • Gewässerschutz: Aufgrund ihres Status unterliegen Bestände der Wasserfeder in vielen Bundesländern besonderen Auflagen bei der Gewässerunterhaltung (gemäß BNatSchG und entsprechenden Landesnaturschutzgesetzen).

Nutzung im Gartenteich

Für Besitzer naturnaher Gärten ist die Wasserfeder eine attraktive Wahl:

  • Vorteile: Sie produziert Sauerstoff, entzieht dem Wasser überschüssige Nährstoffe und kann so die Algenbildung reduzieren.
  • Ansprüche: Sie ist empfindlich gegenüber Wasserverschmutzung und bevorzugt nicht zu kalkhaltige Gewässer. Eine zu tiefe Pflanzung im Teich kann das Blühen verhindern, weshalb sie sich am wohlsten in der Flachwasser- oder Tiefwasserzone fühlt.
  1. Naturschutz gegenüber Gewässerunterhaltung am Beispiel der Wasserfeder (zukunftsgewaesser.nrw)
  2. Wasserfeder für Schlammpeitzger - NABU Rhein-Erft-Kreis
  3. Gastartikel: Wasserfeder - Heimische-Wildpflanzen.de

Vielleicht auch interessant


Acker-Filzkraut

Alpen-Milchlattich

Eberreisblättrigees Greiskraut

Eisenhutblättriger Hahnenfuss

Felsenmispel

Fries Scharfer Hahnenfuss

Garten-Geissblatt

Giftheil-Eisenhut

Glattes Habichtskraut

Italienisches Leinkraut

Italienisches Raygras

Klatschmohn

Mauer-Gänsekresse

Moor-Geissbart

Pyrenäen-Baldrian

Rauhaarige Gänsekresse

Steinbrech-Felsennelke

Südafrikanisches Greiskraut

Wald-Springkraut

Wald-Veilchen

Wald-Wachtelweizen

Waldgerste

Weisser Honigklee

Weisszunge

Wilde Möhre
War das hilfreich?