Die Wassermiere (Myosoton aquaticum): Ein Charakteristikum feuchter Lebensräume in Deutschland

Die Wassermiere, botanisch als Myosoton aquaticum (früher auch als Stellaria aquatica bezeichnet) bekannt, ist eine unscheinbare, aber ökologisch wertvolle Pflanze, die vor allem in feuchten Standorten Deutschlands verbreitet ist.

Steckbrief und botanische Einordnung

  • Wissenschaftlicher Name: Myosoton aquaticum (Synonyme: Stellaria aquatica, Wasserdarm)
  • Familie: Nelkengewächse (Caryophyllaceae)
  • Lebensraum: Die Pflanze ist ein klassischer Nässe-Anzeiger. Sie bevorzugt Standorte wie Gewässerufer, Röhrichtbereiche, Weichholz-Auenwälder und feuchte Gräben.
  • Vorkommen in Deutschland: Sie ist ein fester Bestandteil der Flora an vielen deutschen Gewässern, wie beispielsweise im Schweriner See in Mecklenburg-Vorpommern oder im Dämmelwald in Wiesloch.

Ökologische Bedeutung

Die Wassermiere ist ein wichtiger Indikator für feuchte Habitate. In ökologischen Untersuchungen wird sie regelmäßig neben anderen Arten wie dem Sumpf-Labkraut, Sumpf-Helmkraut oder dem Ampferknöterich als charakteristischer Begleiter von Ufervegetation gelistet. Sie findet sich oft in nährstoffreichen, feuchten Böden, die typisch für Auenlandschaften und natürliche Seeufer sind.

Verwendung und Kulinarik

Obwohl sie primär als Wildpflanze am Wegesrand bekannt ist, wird ihr in der Kräuterkunde ein milder, zarter Geschmack zugeschrieben. Ähnlich wie die bekanntere Vogelmiere kann auch die Wassermiere theoretisch als essbare Wildpflanze genutzt werden, wobei stets auf eine sichere Bestimmung und den Verzicht auf belastete Standorte (z. B. durch Düngemittel oder Verunreinigungen an Gewässern) zu achten ist.

Die besten Informationsquellen zur Wassermiere

  1. Pflanzen in Deutschland: Myosoton aquaticum – Detaillierte Informationen zur Systematik und Verbreitung in Deutschland.
  2. Flora Emslandia: Wasserdarm / Wassermiere – Ausführliche botanische Beschreibung und Synonyme der Pflanze.
  3. BUND Mecklenburg-Vorpommern: Biotope und Gewässerflora – Einblick in das natürliche Vorkommen der Wassermiere in Ufer- und Röhrichtgesellschaften.

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Blumen
Wassermiere
Gattung
Nelkengewächse (Caryophyllaceae)
Blütezeit
Juni bis Oktober
Vorkommen
kollineKolline Stufe (Hügelstufe: bis ca. 900m)
bis
subalpineSubalpine Stufe (Gebirgsstufe: ab 1500 bis ca. 2200m)
Stufe
Wassermiere
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