Porträt der Weißen Tigermotte (Spilosoma lubricipeda)

Die Weiße Tigermotte ist ein faszinierender Nachtfalter aus der Familie der Bärenspinner (Erebidae). Obwohl der Name „Motte“ oft mit Kleiderschädlingen assoziiert wird, ist diese Art ein harmloser und weit verbreiteter Bewohner unserer heimischen Natur.

Steckbrief und Merkmale

  • Wissenschaftlicher Name: Spilosoma lubricipeda
  • Flügelspannweite: ca. 30 bis 42 mm
  • Aussehen: Die Flügel sind meist rein weiß, können aber vereinzelt eine leicht gelbliche Tönung aufweisen. Charakteristisch sind die oft vorhandenen dunklen Punkte auf den Vorderflügeln.
  • Schutzmechanismus: Die Falter schmecken für Singvögel unangenehm, weshalb sie von diesen in der Regel verschmäht werden.

Vorkommen und Verbreitung

Die Weiße Tigermotte ist in ganz Mitteleuropa weit verbreitet und gilt als häufige Art. Auch in der Schweiz ist sie in geeigneten Lebensräumen anzutreffen. Sie besiedelt bevorzugt Ruderalflächen, Gärten, Parkanlagen sowie feuchte Wiesen und Waldränder, da sie dort ein breites Angebot an Futterpflanzen vorfindet.

Ernährung der Raupen

Die Raupen der Weißen Tigermotte sind polyphag, das heißt, sie sind bei der Wahl ihrer Nahrung nicht auf eine einzelne Pflanzenart spezialisiert. Zu ihren bevorzugten Futterpflanzen zählen unter anderem:

  • Löwenzahn
  • Wegerich
  • Knöterich
  • Natternkopf
  • Brennnesseln
  • Taubnesseln

Ökologische Bedeutung

Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit und der Nutzung von Ruderalflächen ist die Art ein wichtiger Bestandteil der heimischen Insektenfauna. Sie trägt zur Biodiversität bei und ist, da sie in verschiedenen Lebensräumen vorkommt, auch ein Indikator für ökologisch intakte Grünflächen.


Weiterführende Informationen

  1. Naturspektrum: Arteninfo Weiße Tigermotte
  2. Insektenschutzakademie (INSA): Porträt der Weißen Tigermotte
  3. Lepidoptera.ch: Schmetterlinge der Schweiz (Datenbank)

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