Porträt des Weißen Graszünslers (Crambus perlella)

Der Weiße Graszünsler (Crambus perlella) ist ein weit verbreiteter Kleinschmetterling aus der Familie der Zünsler (Crambidae). Obwohl er unscheinbar wirkt, ist er durch seine charakteristische Färbung gut von anderen Arten zu unterscheiden.

Biologie und Erscheinungsbild

  • Merkmale: Der Falter besitzt eine Flügelspannweite von etwa 20 bis 28 Millimetern. Die Vorderflügel sind bei der Nominatform rein weiß bis cremefarben und weisen keine deutlichen Zeichnungen auf, was ihn von anderen Graszünsler-Arten (die oft Längsstreifen besitzen) unterscheidet.
  • Lebensweise: Die Falter sind dämmerungsaktiv und ruhen tagsüber meist in der Vegetation. Bei Störung fliegen sie kurz auf, um sich kurze Zeit später wieder im Gras zu verstecken.
  • Vorkommen: Er ist in Europa weit verbreitet. Auch in der Schweiz ist der Weiße Graszünsler in geeigneten Habitaten wie feuchten Wiesen, Weiden und Waldrändern vom Flachland bis in höhere Lagen anzutreffen.

Lebensraum und Ökologie

Der Weiße Graszünsler bevorzugt offene Graslandschaften. Die Raupen leben in Gespinsten an den Wurzeln verschiedener Süßgräser (Poaceae), von denen sie sich ernähren. In der Schweiz gilt die Art als nicht gefährdet, da sie eine Vielzahl von Lebensräumen besiedeln kann. Die Flugzeit der Falter erstreckt sich in Mitteleuropa typischerweise von Juni bis August.

Beobachtungstipps

Da der Falter sehr ruhig sitzt, lässt er sich mit etwas Geduld gut fotografieren. Wer ihn im Freiland sucht, sollte in den Abendstunden oder bei bedecktem Himmel durch grasreiches Gelände streifen und die Grashalme vorsichtig beäugen, an denen die Falter ihre typische, fast stäbchenartige Ruheposition einnehmen.


Weiterführende Informationen

  1. Landshut-Frauenberg: Weisser Graszünsler
  2. Artenliste und Beobachtungsdaten: pachizefalos.de
  3. Naturfotografie: Weisser Graszünsler im Fokus

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